Interview mit Bischof Schwarz

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Dem englischen Kardinal John Henry Newman wird das bekannte Wort zugeschrieben: „Das Gebet ist das Atemholen der Seele.“ Beten ist ein Grundvollzug des Einzelnen wie der christlichen Gemeinschaft. Im Beten kommt das Leben vor Gott zur Sprache.

 

Seit 1. Oktober letzten Jahres ist die ehemalige Leiterin des Pastoralamts der Erzdiözese Wien, Dr. Veronika Prüller-Jagenteufel, theologische Referentin in der Caritas der Diözese St. Pölten und arbeitet als Seelsorgerin im Haus St. Elisabeth, dem Pflegeheim der Caritas. Mit „Kirche bunt“ sprach die Theologin über ihre Arbeit in der Erzdiözese Wien, ihre neuen Aufgaben in der Diözese St. Pölten, ihre Ziele, das Älterwerden und den Tod. 

 

Der Trauer Worte geben. Es war ein Schock. Verzweiflung und Trauer machten sich breit. Ihre Tochter rührte sich im Mutterleib nicht mehr.

 

Bin ich nicht würdig? „Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ – Von vielen gedankenlos gebetet, für manche anstößig: Warum soll ich mich als „unwürdig“ sehen, klein und wertlos …? Sind die Zeiten nicht vorbei, in denen die Religion dazu benutzt wurde, Menschen abhängig und unmündig zu halten? Kann Gott nur groß sein, wenn der Mensch klein ist? – Das Gebet „Herr, ich bin nicht würdig …“ meint etwas ganz anderes: Es bringt zum Ausdruck, dass alles, was ich bin und habe, ein Geschenk Gottes ist. Dass ich überhaupt auf der Welt bin, ist nicht mein Verdienst. Es ist Geschenk Gottes und meiner Eltern. Ich darf darauf vertrauen, dass Gott mich liebt – ohne Bedingung und Vor­leistung. 

 

Stephan Prisching erzählt, wie er die Krankheit seines Vaters erkannte und welche Herausforderungen Demenz für ihn als Angehörigen mit sich bringt.

 

Anna (9) trifft Mitarbeiter der Kirche und fragt sie, welche Aufgaben ihr Beruf mit sich bringt. Dieses Mal besucht sie Gerda Mangl, Pas­toralassistentin der Pfarren St. Pölten-Maria Lourdes und Viehofen.

 

Friedrich Kopitar, ehrenamtlicher Seelsorger im Krankenhaus Krems, ist überzeugt, dass die Fähigkeit, vergeben zu können, essenziell wichtig ist für ein glückliches und befreites Leben – nicht erst auf dem Kranken- oder Sterbebett.

Foto: LoloStock-stock.adobe.com
 

Komm so, wie du kannst! Advent und Weihnachten sind in diesem Jahr nahezu spurlos an mir vorbeigegangen. Das hatte sich folgendermaßen ergeben: Am ersten Adventwochenende der Adventmarkt mit seinen üblichen vielfältigen Begleiterscheinungen – keine Zeit zum Durchatmen. Direkt anschließend eine ganze Woche Fortbildung in Wien, fernab von adventlicher Thematik und geistig sehr fordernd. Endlich heimgekommen merkte ich am Abend des 8. Dezember, dass irgendwas mit meiner Gesundheit nicht in Ordnung ist – tatsächlich hatte ich mir die echte Grippe eingefangen, die mich für mehr als 14 Tage ans Bett fesselte und mich in eine bisher kaum gekannte Situation körperlicher Schwäche versetzte.

Foto: P. Razzo/CIR/KNA
 

Wort zum vierten Adventsonntag von Bischof Alois Schwarz: Wir sind fast angekommen. Unser Gott wird Mensch werden und uns zu neuen Menschen machen. Und wovon erzählt uns das Evangelium? Von Herrschern, von Macht, von Riesengroßem, vom Donnerrollen und von der Stärke Gottes? Nein. Es erzählt uns vom Kleinen, vom Ungeborenen, vom Allerschwächs­ten und Zerbrechlichsten auf unserer Welt. Es ist die Freude zweier Frauen über das Leben ihrer ungeborenen Kinder, die uns in der Frohbotschaft an diesem 4. Adventsonntag begegnen – und Weihnachten ganz nah bringen.

 

Kirche bunt erinnert am Ende des Gedenkjahres „80 Jahre Anschluss Österreichs“ an Bischof Michael Memelauer, der die Diözese St. Pölten durch diese schweren Jahre der NS-Herrschaft geführt hat. Besonders seine mutige Predigt zu Silvester 1941 ist in Erinnerung geblieben. Ein Blick auf die bislang wenig bzw. kaum oder nicht bekannten Hintergründe zu dieser Ansprache.

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