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Evangelium

 

Komm so, wie du kannst! Advent und Weihnachten sind in diesem Jahr nahezu spurlos an mir vorbeigegangen. Das hatte sich folgendermaßen ergeben: Am ersten Adventwochenende der Adventmarkt mit seinen üblichen vielfältigen Begleiterscheinungen – keine Zeit zum Durchatmen. Direkt anschließend eine ganze Woche Fortbildung in Wien, fernab von adventlicher Thematik und geistig sehr fordernd. Endlich heimgekommen merkte ich am Abend des 8. Dezember, dass irgendwas mit meiner Gesundheit nicht in Ordnung ist – tatsächlich hatte ich mir die echte Grippe eingefangen, die mich für mehr als 14 Tage ans Bett fesselte und mich in eine bisher kaum gekannte Situation körperlicher Schwäche versetzte.

Foto: P. Razzo/CIR/KNA
 

Wachet und betet! Der erste Adventsonntag führt uns in die Angst, die Ratlosigkeit und in die Einsamkeit. Während draußen schon die Weihnachtslichter leuchten, beginnen wir hier in der Kirche mit allem anderen als Weihnachtsstimmung. Das Evangelium führt uns zunächst nicht nach Betlehem oder in die uns vertraute Freude über Weihnachten. Es braucht zunächst eine Zeit des Bewusstwerdens: Ohne Advent kein Weihnachten. Die Liturgie der Kirche mutet uns Texte zu, die vom Kommen des Menschensohnes bei der Vollendung der Welt sprechen. Die Lesung gibt uns Hoffnung: „Seht, es werden Tage kommen, da erfülle ich das Heilswort.“

 

Am ersten Adventsonntag sollen erstmals in den Gottesdiensten die Bibeltexte aus den neuen Lektionaren mit der revidierten Einheitsübersetzung vorgetragen werden. Mit 23.000 Bestellungen im deutschsprachigen Raum ist das neue Lektionar für Sonn- und Feiertage des Lesejahres C bereits ein Bestseller. Was sich für die Gottesdienstteilnehmer/innen und die Lektor/innen ändern wird, haben wir hier zusammengefasst.

 

An den vier Adventsonntagen 2018 begleitet Sie in „Kirche bunt“ der neue St. Pöltner Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz mit dem wöchentlichen „Wort zum Sonntag“ durch die Vorweihnachtszeit. Er wird Sie, liebe Leserinnen und Leser der Kirchenzeitung, in den Homilien der Sonntage des Advents hinführen auf das Fest der Geburt des Herrn.

 

Wo ist das Reich Gottes? Im Lukas-Evangelium – und nur dort – bekommt Jesus einmal die Frage gestellt, wann denn das Reich Gottes komme? Seine Antwort ist merkwürdig: „Das Königtum Gottes kommt nicht in beobachtbarer Erscheinung. Auch wird man nicht sagen: Da – hier ist es! Oder – dort ist es! Das Königtum Gottes ist entos hymon.“ (Lk 17,20-21; Übersetzung nach Fridolin Stier).

 

Wonach sehnen wir uns? Es ist Sommer und damit auch die Zeit der vielen Sommertheater und Konzerte. In beinahe jedem größeren Ort unseres Landes treten Künstlerinnen und Künstler auf, um den Menschen Unterhaltung zu bieten. Viele von uns können es sich leisten, sich auszusuchen, was anspricht und was gefällt.

 

Von Gott überwältigt. Manchmal gibt es Ereignisse im Leben, die ganz anders verlaufen, als wir es uns erwartet haben. Wir planen und investieren, machen uns Sorgen – und dann eine plötzliche Kehrtwende zum Positiven. Zufall sagen die einen – Geschenk von oben sagen die anderen.

Foto: sonya etchison - stock.adobe.com
 

Gott der Überraschungen. Wenn uns jetzt die Natur mit sattem Grün und heranreifenden Früchten erfreut, erinnern wir uns wieder einmal mit Staunen an das Wachsen, Werden und Reifen. Jedes Jahr überrascht uns die Natur mit ihren stillen Wundern.

 

Wenn uns jetzt die Natur mit sattem Grün und heranreifenden Früchten erfreut, erinnern wir uns wieder einmal mit Staunen an das Wachsen, Werden und Reifen. Jedes Jahr überrascht uns die Natur mit ihren stillen Wundern. Ist es nicht auch mit dem Wort Gottes so ähnlich? Wir hören/lesen manche Bibelstelle immer wieder; und jedes Mal „überrascht“ uns Gott mit einer neuen Erkenntnis, mit einem neuen Zugang.

Foto: Rebel - stock.adobe.com
 

Von Sinnen“ sagen die einen, „besessen“ die anderen. Sie können nicht verstehen, was Jesus da tut, und warum er mit diesen absonderlichen Gestalten verkehrt. Jesus bringt Freunde nach Hause, die wohl bei den meis­ten Eltern auf unverhohlene Ablehnung stoßen würden. Die Verwandten missbilligen seinen Umgang und möchten den Eigenbrötler unter ihre Kontrolle bringen. Weit entfernt von dem Gedanken, er könnte einen göttlichen Auftrag erfüllen, stellen sie ihre Fehldiagnose und können Jesu Verhalten nicht einordnen. <--break->

Foto: feferoni - stock.adobe.com

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