Weihbischof Leichtfried weihte Vitus Weichselbaumer zum Priester

Weihbischof Leichtfried weihte Vitus Weichselbaumer zum Priester

Seitenstetten, 30.06.2013 (dsp) Weihbischof Anton Leichtfried weihte heute im Stift Seitenstetten Pater Vitus Weichselbaumer zum Priester und Frater Andreas Tüchler zum Diakon. Dabei betonte Weihbischof Leichtfried mit Blick auf das Benediktiner-Motto „Stabilitas loci“: „‘Stabilitas loci‘ bedeutet nicht sich einzubunkern oder bequem zu werden im Stift. Es bedeutet für mich auf dem Weg vor Ort mit Christus zu gehen mit jenen Menschen, denen wir dabei begegnen.“ Dies würde auch spürbar in den acht Stiften in der Diözese, die Orte des Gebetes und der Kraft seien.


Auch die Jünger hätten sich wohl gefragt, wo sie mit Jesus hinkämen. Da habe es schöne Stationen wie die Hochzeit in Kanaa gegeben, aber oft seien sie auch bei den Aussätzigen, Ausgegrenzten und Sündern gewesen. Für Diakone und Priester sei es jedenfalls Aufgabe, in der Spur des Lebens, in der Spur Jesu zu bleiben und vielen anderen dies ebenfalls in Demut, Ehrlichkeit und Bestimmtheit zu ermöglichen. Es gebe für Christen keine schönere Aufgabe. Die Jesus-Nachfolge gelte für alle Christen, nicht nur für Diakone und Priester, so Weihbischof Leichtfried.

Die Priesterweihe bringe zahlreiche drängende Fragen. Als Priester müsse man nicht sagen „Ich kann alles“, sondern „Ich bin bereit“ – die Formel der Weihe schlechthin. Die Weihe sei auch ein Geschenk des Glaubens, das Gelöbnis „Ich bin bereit“ dann der Versuch darauf Tag für Tag darauf zu antworten.

Der gebürtige Steyrer Vitus Weichselbaumer ist Jahrgang 1984, trat 2008 in den Benediktinerorden ein und legte 2012 die Feierliche Profess ab. Am 7. Juli feiert er um 10 Uhr wiederum in Seitenstetten die Primiz und erteilt dabei den Primizsegen. Der Primizsegen steht als „Erstlingssegen des Priesters“ in hohen Ehren bei der Bevölkerung. Der Weihespruch von Pater Vitus lautet: „Du legst mir größere Freude ins Herz als andere haben bei Korn und Wein in Fülle (Ps 4,8)“. Er wird das nächste Jahr noch weiter studieren und im Stift wirken.

Außerdem wurde Andreas Tüchler, Jahrgang 1979, aus Traunstein in der völlig überfüllten Stiftskirche zum Diakon geweiht. Er absolviert derzeit ein Pfarrpraktikum in der Pfarre Aschbach und ist für viele Dienste im Mostviertler Stift verantwortlich – etwa für den Tourismus oder als Abtsekretär.

Fotoalbum auf Facebook