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Was mich trägt - HR Dr. Kurt Leitzenberger

Foto: Hans Pflügl

Helfen, heilen, gemeinsam Lösungen suchen. Er ist seit neun Jahren in Pension. Sein Engagement ist aber nicht geringer geworden: der ehemalige Präsident des Landesgerichtes St. Pölten, Hofrat Dr. Kurt Leitzen­berger. Auch heute stellt er sein Wissen und seine Erfahrung sozialen Einrichtungen zur Verfügung. Sei es als Rechtsberater im Frauenhaus, im diözesanen Familienfonds, der Opferschutz-Entschädigungskommission und vielen weiteren. Seit Jahrzehnten ist er auch in der Pfarre Rabenstein engagiert. Er war fast 20 Jahre lang Bildungswerkleiter, viele Jahrzehnte Pfarrgemeinderat und gehört jetzt noch dem Pfarrkirchenrat an.

Als Student in Wien war er fast jedes Wochenende zu Hause. „Der Heimatort war mir sehr wichtig“, sagt er. Das ist bis heute so geblieben – auch als er die Richter­laufbahn eingeschlagen hat, die ihn bis zum Präsidenten des Landesgerichtes St. Pölten geführt hat. Kurt Leit­zenberger war engagiert in Vereinen und beim Sport wie Fußball, Schifahren und Tennis. Selbstverständlich ist ihm auch der sonntägliche Kirchenbesuch.

In der Diözese war der engagierte Jurist viele Jahre Vorsitzender des Familienwerks und hat wesentlich die Ehekurse in der Organisation wie auch als Vortragender mitgestaltet. Seit 25 Jahren ist er stellvertretender Vorsitzender des Familienfonds der Diözese.

„Helfen, heilen und gemeinsam nach Lösungen suchen“ war die Devise von Dr. Kurt Leitzenberger als Richter und ebenso in seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Das Motto des Katholikentages 1983 „Hoffnung leben – Hoffnung geben“ hatte ihn sehr bewegt, erzählt er. Er hat ein selbst geschriebenes Büchlein mit für ihn wichtigen Zitaten. „Hinter diesen steckt oft ein tiefer und wahrer Sinn“, sagt er. „Der Mensch wird erst er selbst, wenn er sich für andere einzusetzen beginnt“ ist ein Zitat daraus, das auch sein Handeln bestimmt.

Trotz vieler Funktionen gehörte der Sonntag stets der Familie. So ist es ihm gelungen, die täglichen beruflichen Belastungen von ihr fern zu halten. Denn als Richter gab es auch dramatische und tragische Fälle. „Die konnte ich manchmal nur mehr in mein Gebet mit einschließen“, erzählt er.

Hofrat Dr. Leitzenberger ist sich bewusst: „Das Leben liegt in Gottes Hand – und er hat mich nie ver­lassen.“ Seine Perspektive? „Dass einiges in Richtung Gemeinschaft und Friede weitergeht.“ Und: „Wir sollten für unseren Wohlstand dankbar sein und jeden Tag mit Demut beginnen.“ Von Hans Pflügl

HR Dr. Kurt Leitzenberger, 73 Jahre alt, Pensionist, verheiratet, zwei Töchter.