Vertrauen in den heiligen Christophorus

In vielen Pfarren gibt es anlässlich des Gedenktages des heiligen Christophorus am 21. Juli Fahrzeugsegnungen. Weiters bittet die MIVA um einen Zehntelcent pro unfallfreiem Kilometer. Damit werden Fahrzeuge für die Mission finanziert.

Einen Zehntelcent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto: Unter diesem Motto bittet die MIVA (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) bei der 60. Christophorus-Sammlung rund um den 21. Juli wieder um Spenden für Mobilität. Vor allem Autofahrer sind gebeten, ihren Beitrag zu leisten. 

 

Motorräder für Priester

Aus 60 Ländern pro Jahr kommen die Ansuchen. Dass nicht nur Autos finanziert werden, zeigt das heurige Beispielprojekt: In der Diözese Kottar im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu sollen Priester für ihren Einsatz mit neuen Motorrädern ausgestattet werden. Bischof Nazarene Soosai bat um acht Motorräder für seine Priester. Sie sollen im hügeligen Landesinneren zum Einsatz kommen, denn in diesem weiträumigen Gebiet braucht man Motorisierung für die pastoralen Herausforderungen. 

Die Christophorusaktion ist nach dem „Christus-Träger“ und Schutzheiligen der Reisenden benannt. Sie findet ihren Höhepunkt am Christophorussonntag. In vielen Pfarren werden am 21. Juli die Gottesdienste besonders gestaltet. Danksagung für die eigene Möglichkeit zu fahren, die Bitte um sicheres Heimkommen und die internationale Solidarität stehen im Mittelpunkt. Nach den Gottesdiensten gibt es vielerorts Fahrzeugsegnungen, eine große Tradition haben diese bei Autobahnen, etwa im Autofahrer-Wallfahrtsort St. Christophen. In den Kirchen kann für die Chris­tophorusaktion gespendet werden oder online auf www.miva.at. Das Leitwort heißt: „Mobilität ist teilbar“.

Die MIVA ist ein katholisches Hilfswerk mit Sitz in Stadl-Paura. Neben dem typischen MIVA-Auto, einem an das Einsatzgebiet angepassten Geländewagen, stehen Lastfahrzeuge, PKWs, Motorräder, Lasttiere, Boote oder landwirtschaftliche Geräte auf der Liste. Mancherorts dienen die Fahrzeuge der Priester und geistlichen Schwestern vielen Menschen als einzig verfügbare Transportmöglichkeit, im Notfall auch als Krankenwagen.

Alte Christophorus-Darstellungen

Die Bevölkerung vertraut sehr auf Christophorus. Er ist in unserer Diözese auf vielen Kirchen zu finden, mehrere Darstellungen sind sehr alt (St. Peter/Au, um 1490; Weiten, erste Hälfte des 15. Jh.; Harmannstein, Ende 15. Jh.; Imbach, um 1300 (!) – allerdings nur fragmentarisch erhalten; Krems, ehem. Dominikanerkirche, Ende 14. Jh.). Bei manchen Kirchen wirkt es, als ob er von oben auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer aufpasst. In zahllosen Autos fährt der Heilige überdies in Form einer Christophorus-Medaille mit. 

 

Segnungen am 21. Juli (Auswahl)

  • Langegg: nach hl. Messe (8.30 Uhr)
  • Reidling: nach hl. Messe (9 Uhr), anschließend Jakobikirtag
  • Gmünd-Neustadt: nach hl. Messe (9.30 Uhr)
  • Waldenstein: nach hl. Messe (10 Uhr)
  • Weißenkirchen/Wachau: nach hl. Messe (10 Uhr)
  • St. Christophen: 91. Autosegnung, nach hl. Messe (10 Uhr)
  • Loosdorf: in Maria Steinparz, nach der Christophorusmesse (14 Uhr)
  • Wösendorf: Marktplatz (19 Uhr)