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Stift Dürnstein: Suche nach dem Guten, dem Schönen, dem Wahren

Im Stift Dürnstein wurde in den vergangenen sechs Monaten saniert und umgebaut. Neben den bautechnischen Änderungen wurden am Ausstellungskonzept auch thematische Änderungen vorgenommen. Die neue Ausstellung „Entdeckung des Wertvollen“ regt an, sich Gedanken zu machen über „Das Gute, das Schöne, das Wahre“. Präsentiert wurde der neu gestaltete Besucherbereich im Rahmen einer Eröffnungsfeier mit zahlreichen Ehrengästen und den Augustiner-Chorherren von Stift Herzogenburg, die das Stift Dürnstein seit 1788 betreuen. Der ehemalige Propst Maximilian Fürnsinn sprach beim Gottesdienst „von einer Stunde des Dankes“.

Der neue Propst Petrus Stockinger sagte, mit der Neugestaltung des Stiftes Dürnstein gelte es, diesem „ein klareres geistliches Profil zu geben“. Es sei eine Freude, dass so viele Menschen motiviert werden konnten, sich in dieses Projekt einzubinden. Der Urkunde von damals, die eingemauert gewesen war, werde eine zweite Urkunde, die den Namen aller Projektbeteiligten trägt – das sind mehr als 80 Namen – hinzugefügt, so Stockinger (Bild unten).

Mit der Neugestaltung werde den Besuchern nun „noch mehr geboten“, führte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner aus, dass viele Schritte gesetzt worden seien, „um das Stift attraktiver zu machen“. Sie nannte die Adaptierung und Restaurierung der gotischen Halle als Besucherzentrum inklusive Sanitäranlagen, die Schaffung eines attraktiven Zugangsbereichs, die barrierefreie Erschließung, das neue Ausstellungskonzept und dessen Vermittlung und die Einrichtung eines Klosterladens. Außerdem hob sie den thematischen Weg, der die Besucher durch das Haus führt und mit dem auch Werte des Christentums vermittelt werden, hervor. Neben der kulturellen Seite von Dürnstein betonte Mikl-Leitner auch die spirituelle als Ort der Ruhe.

Geschichte von Stift Dürnstein

Die Geschichte des Stiftes Dürnstein beginnt mit der Weihe einer 1372 gestifteten Marienkapelle. 1410 erhielt der erweiterte Gebäudekomplex seine Widmung als Kloster, als Augustiner-Chorherren aus dem böhmischen Wittingau geholt wurden. Diese errichteten im 15. Jahrhundert die Anlage von Kirche, Kreuzgang und Kloster. 

300 Jahre nach der Klostergründung wurde Hieronymus Übelbacher zum Propst gewählt. Er ist Ideengeber des künstlerischen Geschehens während der Barockisierung. Geweiht ist die Stiftskirche, die seit 1745 auch Pfarrkirche ist, der Aufnahme Mariens in den Himmel. Weltberühmt ist der mit 1733 datierte Turm der Stiftskirche mit seinen markanten Farben blau-weiß, der ein Wahrzeichen der Wachau geworden ist. Unter Kaiser Joseph II. kam es am 7. Jänner 1788 zur Aufhebung des Chorherrenstiftes Dürnstein. Es wurde als Pfarre an das Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg gegeben, zu dem es bis heute gehört. Die Pfarre ist für ihre Lebendigkeit bekannt.