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Pater Roman Stapelmann: pfiffiger Trainerfuchs mit 92

In Amstetten staunen viele über Pater Roman Stadelmann. Der 92-jährige Salesianerpater ist ein echter Nachfolger des legendären Jugendpatrons und Ordensgründers Don Bosco (1815-1888): Er kümmert sich um die Ministranteneinteilung, erklärt den jungen Messdienern ihre Aufgaben und spielt mit ihnen Tischtennis. Außerdem gilt er als schlauer Trainerfuchs, der unzählige Trainings und Fußballmatches gegen Pfarren der Region ausmacht. Die Ministranten schätzen „ihren“ Pater Stadelmann: Er versucht, den Minis seinen starken Glauben auf sympathische Art mitzugeben; aber natürlich mögen sie es auch, wenn er Süßigkeiten nach der heiligen Messe verteilt. Eines macht ihm aber doch zu schaffen: Er hört schon ziemlich schlecht. Am Wochenende sieht man den 92-Jährigen oft, wenn er zu Fuß zu den Familien der Ministranten geht – eigentlich eher läuft –, um diesen die Einteilung für die Gottesdienste zu bringen.

Sport als Schule fürs Leben – auch beim Tischtennisspielen kann Pater Roman noch mit der Pfarrjugend mithalten und gewinnt so manche Partie. Er ist aber nicht nur für die Jungen ein Vorbild. Seinen Mitbruder, Pfarrer Pater Hans Schwarzl, beeindruckt, „dass er im Herzen jung geblieben ist. Er ist ein Salesianer Don Boscos, wie er leibt und lebt. Also, wir sind ja ein Orden, der besonders für die Jugend da sein möchte. Überall, wo wir sind, ist ein Sportplatz neben der Kirche. Und er ist so ein Phänomen, der das durchzieht .“ Der gebürtige Vorarlberger hält auch engen Kontakt mit seinen Verwandten, jenseits des Arlbergs verbringt er gerne seine Urlaube. Seit Jahren ist er auch in der Krankenhausseelsorge sowie als Beichtvater gefragt. Auch viele Gottesdienste zelebriert er, jede Woche etwa die 19.30 Uhr-Messen in der Amstettner Herz Jesu Kirche.

Sport gehöre einfach zur salesianischen Pastoralpädagogik dazu, so Pater Stadelmann: „Das hilft für die eigene Entfaltung der Fähigkeiten und trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei.“ Spricht es – und holt sich eine Schiedsrichterpfeife für das nächste Training.

 

„Mein Hobby“ ist eine neue Reihe von Kirche bunt, in der außergewöhnliche Talente und interessante Hobbys von kirchlichen Persönlichkeiten vorgestellt werden.