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Neuer Zugang für Bistumsgebäude und Dommuseum

Der Begründer des St. Pöltner Diözesanmuseums, Prof. Johannes Fahrngruber, hegte nach der Eröffnung im Jahr 1888 folgenden Wunsch: „Allerdings fehlt vorläufig noch ein passender Zugang und es erschiene wünschenswert, wenn gleich vom Domplatz weg eine anständige Pforte nebst bequemer Treppe erobert werden könnte“. Nun kann nach gut 130 Jahren dieser Zugang dank diözesaner Geldmittel und öffentlicher Förderungen seinem Ansinnen entsprochen werden, freut sich sein Nachfolger Wolfgang Huber. Er präsentierte gemeinsam mit dem diözesanen Baudirektor Philipp Orange und Architekt Sephan Part von der Firma „museom“ die Umbaupläne für den neuen Eingangsbereich des Bistumsgebäudes und des Dom- und Diözesanmuseums. Die baulichen Maßnahmen sollen im Spätsommer 2019 abgeschlossen sein, der Zeitpunkt der Eröffnung ist noch offen.

Eingang vom Domplatz

Damit wird auch der lang gehegte Wunsch nach einem behindertengerechten Eingang vom Domplatz zum Museum über eine bequeme Treppe und einem Lift erfüllt. Es wird nicht nur den neuen Eingang mit Foyer und Empfang in beiden Geschossen geben, für das Museum sind in den Empfang auch Kassenbereich und Shop integriert vorgesehen. Auch neue Sanitär- und Garderobenbereiche sowie ein großzügiger Informationsbereich mit multimedialer Vermittlung und Museumspädagogik sind geplant. Weiters ist die Präsentation ausgewählter Objekte oder kleinerer Ausstellungen dort möglich. Direktor Huber: „Durch den neuen Eingangsbereich wird die Möglichkeit zur umfassenden und interaktiven Information geschaffen“ und man könne künftig verstärkt mu-seums­­pädagogische Elemente einbinden. Neben der Herausforderung der religiösen Wissens­­vermittlung seien natürlich pastorale Motive im Zentrum des Diözesanmuseums.

Architekt Stefan Part erläuterte, dass erlebnispädagogische Elemente eingebaut werden. Beim Eingangsbereich solle der Inhalt im Zentrum stehen und man wolle eine „Reduktion auf das Wesentliche“. Projektionen würden Interesse auf mehr wecken. Die Herausforderung sei es, junges Publikum anzusprechen. Laut dem diözesanen Baudirektor Orange habe man in der eineinhalbjährigen Bauphase archäologische Funde gemacht, z. B. tausend Jahre alte Grabbeigaben.

Bundesratspräsident Karl Bader und der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler würdigten das Diözesanmuseum als wichtige kulturelle Institution in der Landeshauptstadt. Bekommt St. Pölten den Zuschlag als Europäische Kulturhauptstadt 2024 sei geplant, das kirchliche Museum eng miteinzubinden. Bundesratspräsident Bader: „Kultur hat einen hohen Stellenwert in Niederösterreich und das St. Pöltner Diözesanmuseum ist ein wichtiger Teil davon.“ Laut Stadler solle der Domplatz ein Ort der Begegnung werden. Die reiche Geschichte der Stadt habe mit dem Diözesanmuseum ein starkes Fundament, das es in die Gegenwart zu transportieren gelte. 

Beim Festakt wurde auch die aktuelle Ausstellung „Passio“ über das Leiden und Sterben Jesu geschlossen, dabei stellte Künstler Oskar Höfinger nochmals seine Werke vor.