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Mein Hobby: Chorleiterin Sr. Beatrice

Chorleiterin Sr. Beatrice: Wir können von „Sister Act“ lernen. Langschlag/Oberkirchen. Schwester Beatrice Heigl liebt Musik und leitet sogar einen Chor mit dem Namen „Lebenstraum“ (s. Bild, Sr. Beatrice rechts) in Schweiggers. Bis vor Kurzem stand sie auch ihrem Pfarrverbandschor vor. Es mache ihr Freude, Neues einzustudieren und mit ihren Kollegen bei Taufen, Erntedankfesten oder Professjubiläen aufzutreten. Viele kennen sie auch von den diözesanen Jugendchöretagen.

Als Pastoralassistentin der Pfarren Langschlag und Oberkirchen wurde es der Franziskanerin vom Orden freigestellt, eine Tracht zu tragen oder nicht. Da es für sie im Beruf schwierig ist, z. B. mit Jugendlichen in Ordenskleidung Volleyball zu spielen, verzichtet die gebürtige Mostviertlerin aus Waidhofen/Ybbs darauf. Als sie diese noch trug, neckte sie ihr Bruder manchmal: „Du wirkst wie Whoopi Goldberg aus dem Waldviertel.“ Im Film „Sister Act“ bringt die Schauspielerin Goldberg mit ihrem Elan neues Leben in Chor und Kloster. Sr. Beatrice findet die Komödie der 1990er-Jahre lustig: Sie hat „Sister Act“ oft gesehen und man könne sich durchaus etwas davon abschauen, wie die Darstellerin unkonventionell auf Menschen zugeht und das Kloster öffnet.

Fragt man sie nach ihren Lieblingsliedern und -musikern, dann sprudelt es aus ihr heraus. Die Franziskanerin nennt viel Modernes: von Celine Dion und Adele über die religiöse Liedermacherin Kathi Stimmer-Salzeder bis hin zu Ö3 und die Seer. Bei den Seern erwähnt die ausgebildete Pädagogin das Lied „Übern Berg“. Das aufbauende Lied berühre sie, weil sie selber an Leukämie erkrankt war und lange Zeit im Krankenhaus verbracht hat. Sie habe durch ihre Krankheit viele Höhen und Tiefen kennengelernt. Aber das alles habe sie in ihrem Glauben gestärkt und diese Kraft will die lebensfrohe Ordensfrau weitergeben, denn seit März arbeitet sie auch als Krankenhausseelsorgerin in Horn. Sie spürt: „Gott begleitet uns, auch in schwierigen Zeiten.“ Es sei ihr eine Freude, wenn Menschen nach Gottesdiensten, die sie leitet, oder Gesprächen mit ihr ermutigt in den Alltag zurückkehren. Ebenso erteilt sie bei Segensfeiern gerne den Segen und es stimmt sie froh, wenn ihre Lieder positiv berühren. Sie weiß eben um die Abgründe und Schönheiten des Lebens.
 
„Mein Hobby“ ist eine Reihe von Kirche bunt, in der außergewöhnliche Talente und interessante Hobbys von kirchlichen Persönlichkeiten vorgestellt werden.