Kirche bunt ABO

Banner Kirche Bunt

 
 

Mein Ferialpraktikum bei der „Kirche bunt“

Wie viele andere Jugendliche mache auch ich jetzt in den Sommerferien ein Ferialpraktikum, und zwar in der Redaktion der „Kirche bunt“ im St. Pöltner Pressehaus, wo ich nicht nur Erfahrungen für meine Schulausbildung gesammelt habe.

Doch wie kommt man überhaupt auf die Idee bei einer Kirchenzeitung ein Praktikum zu absolvieren? Ich besuche eine Schule mit künstlerisch-gestalterischem Schwerpunkt, zu dessen Absolvierung ein Ferialpraktikum im künstlerisch-gestalterischem Bereich geleistet werden muss. In diesen Bereich fällt auch Mediengestaltung, was einen Teil meiner Schulausbildung darstellt. Den Bezug zur „Kirche bunt“ habe ich, da ich schon seit Jahren jede Woche in meinem Heimatort St. Georgen am Ybbsfelde die „Kirche bunt“ austrage, wodurch die Idee kam, mich hier zu bewerben. 

Es ist eigentlich keine großartige Sache, jede Woche bei einem zehnminütigen Spaziergang durch die Nachbarschaft die St. Pöltner Kirchenzeitung auszutragen. Jedoch finde ich es sehr nett, dabei von Zeit zu Zeit den einen oder anderen Nachbarn anzutreffen, der sich über meinen Besuch und die Zustellung von „Kirche bunt“ freut. Zweimal im Jahr –  zu Weihnachten und zu Ostern – bekomme ich für meinen Dienst sogar einen Dank in Form von Schokolade und Taschengeld. Das Zeitungsausträger-Leser-Verhältnis ist bei uns also ein bisschen anders als bei anderen Zeitungen. 

Und was habe ich nun die ganzen Tage während meines Ferialpraktikums gearbeitet? Vom Verfassen mehrerer Beiträge bis zum Archivieren älterer Ausgaben waren es zahlreiche Tätigkeiten. Korrekturlesen, Interviewen, Seiten gestalten, Bilder bearbeiten,… Manches stellte eine Vertiefung meiner bereits in der Schule erworbenen Kenntnisse dar, anderes war mir völlig neu. Es war äußerst spannend, einen solch praktischen Einblick in die Arbeit einer Redaktion zu erhalten, auch wenn ich letztlich die Erfahrung machte, dass das stundenlange am Computer arbeiten nicht wirklich meine Passion ist. Auch wenn ich meine Zukunft nicht in einer Redaktion sehe, bleibe ich der „Kirche bunt“ gerne weiterhin als Austrägerin treu, jedoch nun mit dem Wissen, was nötig ist, um solch eine qualitative Lektüre Woche für Woche hervorzubringen: Nämlich enorm viel journalistisches Geschick, Einsatz, begabte und kreative Schreibtalente sowie verlässliche und interessierte Journalisten. 

 

Claudia Dammerer

ist 17 Jahre alt und kommt aus der Pfarre St. Georgen am Ybbsfelde, wo sie sich in der Jungschar und im Kirchenchor engagiert. Sie geht ab kommenden Herbst in die 4. Klasse der Höheren Bundeslehranstalt für künstlerische Gestaltung in Linz.