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Liturgiestudientagung: Den Fragen nach Gott auf der Spur

Über 130 Teilnehmende beschäftigten sich bei dem 18. Studientag für Kinder-, Jugend- und Familiengottesdienste im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt u. a. mit den großen Fragen von jungen Menschen und ihren Antworten dazu. Den Hauptvortrag am Vormittag hielt Rainer Oberthür vom Katechetischen Institut des Bis­tums Aachen, der auch als Dozent für Religionspädagogik und Grund­schullehrer tätig ist. Er ist zudem einem breiteren Publikum als Autor zahlreicher Bücher zu theologischen, philosophischen und biblischen Themen bekannt.

In seinem Vortrag bezog sich Oberthür auf zwei seiner Buchprojekte. Anhand des Buches „Was glaubst du?“ veranschaulichte der Religionspädagoge mit praktischen Beispielen, wie er mit seinen Volksschülern mit Texten, Bildern und Musik arbeitet. So ließ er beispielsweise seine Schüler den Satz des mittelalterlichen Philosophen Anselm von Canterbury „Gott ist das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann“ in ihre eigenen Worte übersetzen. Ein Kind schrieb: „Gott ist einfach das Beste, was einem über den Weg laufen kann.“

Im bekannten Buch „So viel mehr als Sternenstaub sind wir“ bringt Oberthür ihm bekannte Kinderfragen in Briefform und schreibt darauf Antworten. Auf die Frage eines Kindes „Ich frage mich, warum stelle ich eigentlich Fragen?“ antwortet Oberthür u. a.: „Wer Fragen stellt und weiß, dass er fragt, der ist Mensch.“ Fragen nach dem Glück und Unglück, dem Zufall und Schicksal, dem Leben, dem Tod und dem Danach zeigen den Menschen auf, dass es etwas hinter den Fragen gibt, das alles auf der Welt übersteigt: das Göttliche oder Gott. Menschen können dabei erfahren und erkennen, dass das Teuerste, das Beste und Tiefste im Leben nicht „aus uns selbst kommt“.

Am Nachmittag standen Work­shops auf dem Programm. Für Mag. Angelika Widrich vom Bereich Familie der Diözese St. Pölten, die zahlreiche Liturgiestudientagungen federführend mitorganisiert hat, gab es zum Abschluss anlässlich ihrer Pensionierung Lob und Dank von Bischof Alois Schwarz. Familienbereichsleiter Markus Mucha und ihre Nachfolgerin Stefanie Schuller überreichten Blumen und ein Präsent.