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Jugend: Die Welt ist nur geborgt

Die Schöpfung und die Natur sind Jugendlichen ein großes Anliegen, bereits seit mehren Jahren gibt es daher im Stift Göttweig rund um den Gedenktag des heiligen Franz von Assisi den Umweltjugendvernetzungstag.

Heuer holten sich 350 Jugendliche von 20 Schulen aus Niederös­terreich und Wien neue Impulse zum Thema Nachhaltigkeit und gerechte Verteilung der Ressourcen. Bei 20 Workshops hatten die Schüler die Gelegenheit, sich über das Wegwerfen von Lebensmitteln in unserer Gesellschaft, über die Bedeutung des Waldes oder über Recycling zu informieren. Dafür nahmen sich Bischof Alois Schwarz, in der Bischofskonferenz zuständig für den Bereich Umwelt, „Hausherr“ Abt Columban Luser, mehrere Umweltorganisationen, Öko-Vorreiter wie Hubert Gaisbauer, Johannes Sieder, Katholische Jugend Österreich-Geschäftsführer, oder der diözesane Umweltbeauftragte Axel Isenbart ausführlich Zeit.

Aber auch Schüler gaben ihr Wissen weiter: So sensibiliserten Jugendliche der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft des Zis­terzienserstiftes Zwettl in Yspertal zum Thema Wasser. Sie erläuterterten mit kleinen Experimenten Näheres zur „Quelle des Lebens“. Weiters gab es ein Umweltquiz und ein Diskussio­nsforum mit kirchlichen und nichtkirchlichen Fachleuten. An die Politik wurde der Appell gerichtet, dass umweltschädliches Verhalten nicht billiger kommen dürfe als umweltfreundliches. Weiters solle der öffentliche Verkehr ausgebaut werden. Jeder könne u. a. Folgendes tun: Plastik vermeiden, weniger Fleisch konsumieren oder mit dem Rad fahren. Bischof Alois Schwarz spendete den Teilnehmern seinen Segen.

„Kirche bunt“ hat sich umgehört:


„Umweltbischof“ Alois Schwarz: „Es ist ermutigend zu sehen, wie umweltsensensibiliserte Schulen und schöpfungsverantwortliche Klassen sich austauschen und sich über diese Themen informieren.“

Martina Reisinger, Leiterin Jugendhaus Stift Göttweig: „Wir freuen uns über das große Interesse der Schulen, heuer gab es eine Warteliste. Im Jugendhaus Stift Göttweig hat die Umweltthematik das ganze Jahr über Relevanz.“

Sebastian Schrammel, 17, HLUW Yspertal: „Wasser ist ein großes Geschenk und das wollten wir den intessierten Schülern erläutern. Ich glaube, wir haben dazu das Bewusstsein geschärft.“

Ines Lauer, 15, Schülerin aus St. Pölten: „Wir sind froh, hier Neues über die weltweite Verteilung von Ressourcen zu hören. Vieles läuft unfair, das ist uns jetzt klar geworden.“

Axel Isenbart, diözesaner Umweltbeauftragter: „Die Welt gehört nicht uns, wir haben sie nur geborgt – das haben viele gesagt. Es war herauszuhören: Jugendlichen ist die Zukunft und damit die Umwelt ein Herzensanliegen“.