Fit für Ostern: Auferstehungsfest mit allen Sinnen erleben

Die Pfarren stecken intensiv in den Ostervorbereitungen. Das gilt auch für Friedersbach und Rastenfeld. „Unter dem Motto ,Fit für Ostern’ wollen wir alle Sinne für Ostern schärfen“, berichtet der junge Provisor der beiden Pfarren, Christoph Weiss. Sonntag für Sonntag können sich die Gläubigen vom Altarraum Kärtchen mit dem Evangelium holen und damit sollen sie sich während der Woche „berieseln lassen“.

Er schlug vor, den Spruch „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ an den Kühlschrank zu kleben und sich von der „Nahrung Bibel“ inspirieren zu lassen – als Input zum Schmecken. Oder zur Stelle vom verlorenen Sohn, der bei den Schweinen lebte: Hier empfahl Weiss, den Zettel bei der Dusche hinzustecken und sich zu fragen: „Wo habe ich Mist gebaut?“ Oder zum Evangelium vom Weinstock fragte er, „wo wir im Leben gute Frucht gebracht haben?“

Gerade Kinder würden „da voll eintauchen“, aber auch viele Erwachsene. Selbst für die der Kirche fernstehenden Menschen sei das oft faszinierend. Ähnliches sei in der Weihnachtszeit bereits gut angekommen, so Weiss. Erstmals seit 30 Jahren wurden in beiden Pfarren Fastentücher aufgezogen, die von Schülern gestaltet wurden. Weiters sei ihm die Einladung zur Osterbeichte wichtig, ebenso die Kinderkreuzwege.

Auch das Herz geht auf

Christoph Weiss erinnert daran, wie wichtig während der Kar- und Ostertage in der Kirche die Sinne sind: ob Weihwasser, das Entzünden der Kerzen, die Osterfeuer, das Ratschen, das Singen oder die festlichen Messgewänder. Den Ministranten von Friedersbach erläutert er die Bedeutung der Farbe des Zimbulum - Violett. Es gebe eine „Gefühlskurve“ für die Sinne, aber beim Auferstehungsfest würden viele dann innerlich ruhig werden.

„In diesen Tagen werden aber nicht nur die Sinne geschärft – sondern vor allem das Herz“, so Weiss. - W. Zarl