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Die Fastenzeit gestalten

Die Fastenzeit ist auch für die Familie eine gute Gelegenheit, das Leben zu vereinfachen, bewusster zu leben und für Menschen in Not zu spenden.

Viele Menschen haben ihre persönlichen Vorsätze für die Fastenzeit. Für Familien gibt es zudem auch die Möglichkeit, die positiven Seiten des Verzichts zu erfahren und gleichzeitig Solidarität mit Menschen in Not zu praktizieren, indem sie sich beispielsweise an Fas­tenaktionen beteiligen: 

Einen Fastenwürfel aufstellen

Bekannt ist die Fastenaktion der Diözese St. Pölten in vielen Familien vor allem durch den Fastenwürfel. Er lässt sich – gut sichtbar – zuhause aufstellen und erinnert daran, dass man schon mit kleinen Beiträgen Menschen in Notsituationen helfen kann. Die mit Spenden gefüllten Würfel können in vielen Pfarren vor Ostern wieder abgegeben werden, die Pfarre leitet die Spenden dann an die Fastenaktion weiter. Unterstützt werden damit Hilfsorganisationen, die vor Ort nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe helfen (Näheres dazu auf den Seiten 2 und 19).

Verzicht üben

Sich auf das Experiment „Verzicht“ einlassen, dazu lädt wieder die Aktion „plusminus“ des Katholischen Familienverbandes ein: 40 Tage auf Süßigkeiten, Computerspiele, Fernsehzeit, Zigaretten, Schimpfwörter usw. verzichten und so mehr Freiheit erfahren. Unterstützt werden die Familien durch verschiedene Materialien: bunte Plakate, die gemeinsam mit Aufklebern gestaltet werden (siehe Kasten rechts), sowie eine App für Jugendliche und Erwachsene, die unter www.aktionplusminus.at heruntergeladen werden kann. Die Materialien sind kostenlos (nur Portoersatz) zu beziehen beim Kath. Familienverband, Tel. 02742/35 42 03, oder per E-Mail: .

Fastensuppe essen

Die Katholische Frauenbewegung ruft alljährlich am 2. Freitag in der Fastenzeit zum Familienfasttag auf, heuer ist das der 15. März. In vielen Pfarren werden Fastensuppen gegen eine Spende angeboten. Der Erlös kommt Hilfsprojekten in aller Welt zugute (www.teilen.at).

Das Auto stehen lassen

Wer das Auto hin und wieder stehen lässt und auf das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel umsteigt, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Der Umweltbeauftragte der Diözese St. Pölten, Axel Isenbart, lädt heuer wieder alle Interessierten ein, an der Aktion „Autofas­ten“ von 6. März bis 20. April teilzunehmen. Unter www.autofasten.at kann man sich zur Aktion anmelden, eine Petition für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs unterschreiben, seine CO2-Einsparung ausrechnen lassen und an einem Gewinnspiel teilnehmen.

 

Materialien

Mit Texten von Anselm Grün und ansprechenden Fotos begleitet „Frei werden – Der Fastenkalender aus dem Kloster“ durch die Fastenzeit. Anselm Grün macht dabei deutlich, dass es beim Fasten nicht nur um Verzicht geht, sondern um Befreiung und Loslassen, um zu neuem Leben zu gelangen.

Vier-Türme-Verlag, 1. Auflage 2019, Format 21 x 29,7 cm, Preis 14,40 Euro, ISBN 978-3-7365-0169-0.

Fastenmails, ein Themenheft, ein Fastenkalender zum Aufhängen sowie eine App für das Smartphone und eine ansprechende Homepage: Es gibt viele Möglichkeiten, sich von der Fastenaktion „7 Wochen ohne“ der evangelischen Kirche Deutschland inspirieren zu lassen. Heuer heißt das Motto „7 Wochen ohne Lügen“, und es geht um den Umgang mit Wahrheit und Wahrhaftigkeit.

https://7wochenohne.evangelisch.de/

Die Teilnehmer der „Aktion plusminus“ werden  einerseits dazu aufgerufen, ein „plus“ an guten Verhaltensweisen einzuüben, und andererseits wird ein „minus“ an Alkohol, Süßigkeiten und anderen Konsumgütern angestrebt (siehe Artikel links). Das Familienplakat (Ausschnitt unten) soll dabei helfen. Jedes Familienmitglied überlegt, welchen Vorsatz es möglichst die ganze Fastenzeit über in die Tat umsetzen möchte. An jedem Tag, an dem das gelungen ist, darf ein Pickerl auf das Plakat geklebt werden.