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In der Zeit der Trauer nicht allein gelassen

Foto: laflor - istock.com

In der Zeit um Allerheiligen/Allerseelen wird in vielen Menschen die Erinnerung an den Tod eines geliebten Menschen wach. Schön ist es, wenn man erfährt, dass man in der Zeit der Trauer nicht allein gelassen wird. In der Diözese St. Pölten gibt es für Trauerende eine Vielzahl von Angeboten.

Der Gang zu den Gräbern der Angehörigen gehört zu Allerheiligen/Allerseelen dazu. Oft kommen an diesem Tag Familien, Freunde und Verwandte zusammen. Man erinnert sich an die Verstorbenen, nimmt sie so mit hinein ins Leben. Gerade zum Fest von Allerheiligen und Allerseelen wird bewusst: Tod und Trauer ge­hören zum Leben. Die geschmückten Gräber, die Lichter, die Segnung der Gräber signalisieren aber auch etwas – nämlich die Hoffnung auf Leben über den Tod hinaus.

Für jene, die „zurückbleiben“, bedeutet der Verlust eines geliebten Menschen einen tiefgehenden Einschnitt ins Leben. Schön ist es, wenn man in der Zeit der Trauer erleben kann, dass man nicht allein gelassen wird, dass einem liebe Menschen zur Seite stehen.

In der Diözese St. Pölten gibt es für Trauernde eine ganze Reihe von unterstützenden Angeboten. Die im Vorjahr von den Pastoralen Diensten und der Caritas gegründete „Kompetenzstelle Trauer“ steht trauernden Menschen sowie solchen, die Trauernde begleiten, als Anlauf- und Servicestelle zu Verfügung. Die von Gertrude Ziselsberger geleitete Einrichtung versteht sich als Drehscheibe, wo u. a. die Themen Tod und Trauer thematisiert und wo persönliche Beratung und andere Angebote für Trauernde vermittelt werden. „Kirche bunt“ stellt im Folgenden verschiedene Angebote vor:


Der Mobile Hospizdienst der Caritas der Diözese St. Pölten steht Trauernden auf verschiedene Weise zur Seite.

  • j Das Trauercafe wurde heuer ins Leben gerufen. Ab 30. Oktober hat es jeden letzten Mittwoch im Monat im Klubraum im Cafe des Bildungshauses St. Hippolyt in St. Pölten geöffnet. Im Rahmen des Trauercafes besteht für trauernde Menschen die Möglichkeit, sich in zwangloser Atmosphäre zu begegnen, Erfahrungen auszutauschen, zuzuhören und gehört zu werden. Die Besucher werden von Trauerbegleitern betreut. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das erste Treffen findet am 30. Oktober in der Zeit von 16 bis 18 Uhr statt. Weitere Termine heuer: 27. November und 18. Dezember.
  • Trauerstationen:  Mittels vier Stationen haben Trauernde hier die Möglichkeit, ihrem Schmerz Ausdruck zu geben, ihren Verlust symbolisch zu beweinen, Danke zu sagen für den gemeinsamen Weg und vielleicht wieder etwas Zuversicht zu spüren. Die nächsten Trauerstationen: Pfarre St. Pölten-Spratzern (noch bis 4. November täglich von 9 bis 17 Uhr); BildungsZentrum St. Benedikt in Seitenstetten (7. bis 27. November); Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten (2. Jänner bis 27. März 2020).
  • Trauertelefon: Jeden Dienstag und Donnerstag von 18 bis 20 Uhr ist unter der Nummer 0676/83 844 299 eine Trauerbegleiterin des Mobilen Hospizdienstes der Caritas erreichbar.
  • Geschlossene Trauergruppen werden in der Diözese im Laufe des Jahres immer wieder angeboten. Dabei trifft eine gleichbleibende Gruppe innerhalb von drei Monaten in einem regelmäßigen Zyklus zusammen, um Erfahrungen zu teilen und persönliche Ressourcen zu entdecken. Eine solche geschlossene Trauergruppe startet am 29. Oktober in Lilienfeld beim Hospizdienst (Liese-Prokop-Straße 14).
  • Offene Gruppenangebote: In den Regionen werden über das Jahr immer wieder offene Gruppen angeboten. Der Trauer wird mit unterschiedlichen Methoden begegnet (Texte, Symbole, Gespräche, Spaziergänge …). Der Ein- und Ausstieg ist jederzeit möglich. Eine offene Trauergruppe findet derzeit jeweils am ersten Freitag des Monats um 16 Uhr im Tageszentrum Traismauer (Hauptplatz 11) statt.
  • Wochenenden für Trauernde werden ebenfalls im Laufe des Jahres angeboten. Auch dabei geht es um kreative Methoden im Umgang mit der Trauer, um Austausch und Begegnung mit anderen Betroffenen.
  • Trauerspaziergang und -wandern: Im Beisein einer Trauerbegleiterin werden in der Natur, in Gemeinschaft und Bewegung an die lieben Verstorbenen gedacht und Erfahrungen geteilt.
  • Offene Trauergruppen für Eltern, die um ihr Kind trauern. Bei dem Treffen, das jeweils am ersten Montag im Monat um 17.30 Uhr im Caritas Beratungszentrum St. Pölten (Schulgasse 10) stattfindet, können sich Betroffene im Beisein von Trauerbegleiterinnen austauschen, entlasten und stärken. Anmeldung ist erforderlich bei DSA Elisabeth Riegler, Tel. 0676/83 844 631.


Begleitung in den Pfarren und darüber hinaus
In den Pfarren gibt es für Trauernde spezielle Begleitung durch Pfarrmitarbeiter. Manche Pfarren bieten auch für Eltern, die ihr Baby vor, während oder kurz nach der Geburt verloren haben, Kontaktgruppen an. So trifft sich die Gruppe „Windrad“ jeden ersten Montag im Monat um 19 Uhr im Pfarrheim St. Pölten-Spratzern. Nähere Infos bei Petra König-Schreiber: Tel. 0676/46 43 222 , E-Mail: .

Weitere Anlaufstellen für Trauernde:

  • Die Telefonseelsorge ist unter der Rufnummer 142 rund um die Uhr kos­tenfrei und anonym erreichbar. Auch via E-Mail und Chat wird Beratung angeboten. Infos: telefonseelsorge.dsp.at.
  • Der Landesverband Hospiz, der u. a. auch von der Caritas getragen wird, bietet zum Thema Trauer Broschüren und andere Angebote (einige auch in Kooperation mit dem Mobi­len Hospizdienst) an. Nähere Infos unter: www.hospiz-noe.at; Tel. 02236/860 01 31; E-Mail: .
  • „Trauer & Sport“ –  unter diesem Titel hat die Diözesane Sportgemeinschaft einen Leitfaden herausgegeben, der sich als Versuch versteht, mit den Vereinsmitgliedern Trauerarbeit zu leis­ten und diese im Prozess des Abschiednehmens zu unterstützen. Die Broschüre kann beim Behelfsdienst der Diözese St. Pölten bestellt werden: Tel. 02742/324-3317 oder E-Mail an: .


Aus- und Fortbildung

Für Interessierte, die Menschen in der Trauer begleiten, gibt es in der Diözese auch immer wieder Fort- und Weiterbildungen. So bietet die Pfarrcaritas auf Anfrage die Seminarreihe „Trauernde unterstützen“. Dabei erhalten interessierte Pfarrangehörige an vier Abenden Informationen und Ratschläge rund um die Begleitung von Trauernden.
Im März startet die Caritas den Hospizlehrgang für Lebens- Sterbe- und Trauerbegleiter in St. Pölten und im Herbst 2020 in Seitenstetten. Infos dazu gibt es beim Mobilen Hopizdienst der Caritas unter Tel. 02742/841-682.

 

 

Digitale Impulse

Die ganze Woche hindurch begleitet die Diözese St. Pölten in den Sozialen Medien die Zeit bis und nach Allerheiligen mit Glaubensimpulsen für kurze Momente des Innehaltens im Web. Unter dem Titel „Leben Sterben Leben. Auf Allerheiligen zu“ wird durch die Ausrichtung auf den großen Feiertag der Fokus auf Gedächtnis, Erinnerung und die große Zusicherung des ewigen Lebens gerichtet.
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