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In den Pfarrkanzleien laufen vielfach die Fäden zusammen

Die Berufsgemeinschaft rechnet damit, dass auf die Pfarrsekretärinnen und Pfarrsek­retäre weitere Herausforderungen zukommen werden.

In der Diözese St. Pölten arbeiten 133 Pfarrse­k­retärinnen und Pfarrsekretäre haupt- sowie 114 ehrenamtlich. Vieles wird bei ihnen abgeladen: von Unmut bis Anfragen zur Unterstützung bei verschiedensten Themen. Und sie sind auch Aushängeschilder der Pfarrgemeinden. 

Um sich weiterzubilden, besser zu vernetzen und auszutauschen, gründeten sie im Jahr 2009 eine Berufsgemeinschaft. Über 50 Mitglieder der Berufsgemeinschaft trafen sich jetzt zur Fortbildung in Amstetten, zwei weitere Veranstaltungen gibt es in Waidhofen/Thaya und in St. Pölten. Themen der drei Veranstaltungen sind die neue Datenschutzgrundverordnung sowie ein Vortrag über Maßnahmen und Regelungen bei Gewalt und Missbrauch. 

Die langjährige Vorsitzende Christine Fischer geht demnächst in Pension und wurde in Amstetten feierlich verabschiedet. Als neue Vorsitzende wurde im Vorjahr Evelyn Hieger von der St. Pöltner Dompfarre gewählt. Sie würdigte Fischer dafür, den „Beruf der Pfarrsek­retärin/des Pfarrsekretärs sichtbar zu machen und ihren unermüdlichen Einsatz um Wertschätzung für die Ausübung dieser umfangreichen und herausfordernden Tätigkeit“. 

Postitiver Blick in die Zukunft

Eine besondere Herausforderung in der Zukunft werde, wie auch die Entwicklung in den letzten Jahren schon gezeigt hat, der zunehmende Priestermangel und die damit einhergehenden Pfarrverbände sein, so Evelyn Hieger. Dies habe zur Folge, dass die Pfarrsekretärin/der Pfarrsekretär neben den administrativen und organisatorischen Anforderungen nun vermehrt mit aktiver seel­sorglicher Dienstleistung konfrontiert und gefordert sein werden. „Wir vom Vorstand blicken positiv in die Zukunft und werden uns bestmöglich einsetzen, auf die wachsenden Anforderungen einzugehen und entsprechende Maßnahmen zu setzen“, so Hieger.

Peter Haslwanter, Leiter des Bereichs Pfarre in den Pastoralen Diensten, betont, dass sie Türöffner für die Seelsorge seien. „Pfarrkanzleien entwickeln sich immer mehr zur Kommunikationsdrehscheibe, in der die Fäden des Pfarrlebens zusammenlaufen.“ Sie bieten „kompetente Information und freundliches Service für alle Fragen, Wünsche und Anliegen der Pfarre“. Sie haben überdies eine bedeutende Funktion als Verbindungspersonen zur Diözese und ihren Einrichtungen. Das erfordere hohe Kompetenz. - W. Zarl