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Brief an die Jugend - von Thomas Heinrich

Sehnsucht im Herzen. Wenn ich über meine Berufung sprechen soll, dann muss ich bei der Hl. Erstkommunion ansetzen. Da, wo alles anfing. Ich kann leider heute nicht mehr sagen, was es war, wie mich Gott rief und was er mir im Detail sagte. Was ich aber weiß ist, dass Gott mir eine tiefe Sehnsucht ins Herz gelegt hat, Priester zu werden. Ich wollte genau das machen, was der Pries­ter „da vorne“ macht. Ich wollte mein ganzes Leben für Gott und die Menschen da sein, ihnen helfen, ihnen dienen.

Das zog sich dann durch bis zum Studienbeginn. Ich war mir nach der Matura nicht ganz sicher und einige Fragen beschäftigten mich in dieser Zeit. So begann ich mit dem Lehramtsstudium Katholische Religion und Französisch an der Universität Wien. Im zweiten Studienjahr nahm ich die Katholische Fachtheologie dazu und begann die Ausbildung in Katholischer Kirchenmusik am Diözesankonservatorium in Wien. 2014 war es dann soweit, dass ich den Schritt ins Seminar wagte.

Damit bin ich auch schon bei einem Thema, das untrennbar mit mir und meiner Berufung verbunden ist: die Musik – vor allem die Orgel. Mit 13 Jahren begann ich mit dem Orgelspiel und es erfüllt mich bis heute mit solch einer unbeschreiblichen Freude, die ich nicht in Worte fassen kann. Das Orgelspiel ist Begegnung mit Gott, ist Lob Gottes, es ist wie ein Tor in eine Welt, in der ich auf besondere Weise auf Gott treffe und mit ihm alleine bin. Musik ist Gebet, Musik erreicht eine Ebene, die alle Worte dieser Welt nicht erreichen können.

Zu meiner persönlichen Berufung gehört auch die Beziehung zur Gottesmutter. Wer auf sie vertraut, der ist nicht verloren! Diese Erfahrung durfte ich in meinem Leben bereits sehr deutlich machen. Erst kürzlich habe ich für die Diözese über die Marienverehrung ein Interview gegeben, das auf Youtube zu finden ist. Ich bin überzeugt, dass mich Maria immer beschützt und meine Verbindung zu Christus sichert und gerade darin und in vielem mehr erweist sie sich immer wieder aufs Neue als Mutter, wofür ich ihr unendlich dankbar bin! So hoffe ich, auch in Zukunft mein pries­terliches und kirchenmusikalisches Wirken vereinen zu können. Zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen.

 

Der Autor

Thomas Heinrich, 25, stammt aus der Pfarre Sieghartskirchen. Er studiert an der Universität Wien Katholische Religion, Katholische Fachtheologie und absolviert am Diözesankonservatorium die Ausbildung in Katholischer Kirchenmusik. Er lebt als St. Pöltner Pries­terseminarist im Erzbischöflichen Priester­seminar in Wien.