Anna trifft eine Religionslehrerin

Anna (9) trifft Menschen, die für die Kirche arbeiten, und lernt ihre Berufe kennen. Dieses Mal besucht sie Religionslehrerin Monika Angerer in der Mary Ward-Mittelschule.

Anna: Was macht eine Religionslehrerin den ganzen Tag?

Religionslehrerin: Am Vormittag unterrichte ich: Jede Stunde bin ich dabei in einer anderen Klasse. Am Nachmittag bereite ich die Unterrichtsstunden vor und korrigiere die Hefte der Schüler. Dazu kommen noch besondere Projekte: Zurzeit bereite ich für die Fas­tenzeit Stationen in der Kirche vor, bei denen sich Kinder und Jugendliche mit „Gott und der Welt“ beschäftigen können.

Anna: Gibt es an dieser Schule auch Religionslehrer?

Religionslehrerin: Nein, aber es gibt in anderen Fächern Männer, die unterrichten. Was an dieser Schule besonders ist, dass es ein Team an Religionslehrerinnen gibt. Darüber bin ich sehr froh. An unserer Schule hat Religion einen hohen Stellenwert. Sie ist von einer starken Ordensfrau gegründet worden.

Anna: Was gefällt dir an deinem Beruf am besten?

Religionslehrerin: Am schönsten finde ich, mit Kindern und Jugendlichen zu sprechen und sie über Jahre zu begleiten. Ich höre mir ihre Sorgen an, und wir haben gemeinsam auch viel Spaß, besonders bei Projektwochen, wenn wir viel Zeit miteinander verbringen. Ich helfe dabei, dass die Klasse als Gemeinschaft zusammenfindet. Jesus hat uns gezeigt, wie wir Menschen gut miteinander umgehen können. Von ihm können wir viel lernen. Mir gefällt es zu zeigen, dass die „alten“ Geschichten der Bibel viel mit unserem Leben heute zu tun haben.

Anna: Wie bist du auf die Idee gekommen, Religionslehrerin zu werden?

Religionslehrerin: Als Jugendliche war ich Jungscharführerin, und es hat mir damals sehr gefallen, mit Kindern zu spielen und zu sprechen. Außerdem bin ich Menschen begegnet, die ihren Glauben überzeugend und voller Freude gelebt haben. Sie haben mich beeindruckt, und ich wollte auch den Glauben in positiver Weise weitertragen.