Am 26. Juli läuten die Glocken gegen den Hunger

Laut Caritas nimmt die Zahl der weltweit Hungernden wieder zu. 3000 Pfarren läuten österreichweit die Glocken, um auf den Skandal des Hungers aufmerksam zu machen.

Erstmals seit langem ist die Zahl der hungernden Menschen weltweit wieder gestiegen: 821 Millionen Menschen leiden laut Caritas an Hunger. Vor allem die Länder in Afrika sind durch Gewaltkonflikte und durch die Klimakrise betroffen. Am letzten Freitag im Juli, dem 26. Juli, läuten, wie schon in den zwei Jahren zuvor, die Kirchenglocken in 3000 Pfarren Österreichs um 15 Uhr fünf Minuten lang. Gleichzeitig finden zahlreiche Aktionen in Pfarren und im öffentlichen Raum statt. Der Appell lautet: „Wir läuten und machen Lärm, damit endlich etwas passiert.“

„Glocken machen aufmerksam, läuten wach, zeigen an und auf. Sie sind am 26. Juli ein weithin hörbares Signal im gemeinsamen und stetigen Bemühen, dem Hunger in der Welt zu begegnen“, betont Bischof Alois Schwarz. Dieses starke Signal der Solidarität mit Menschen, die hungern müssen, solle daran erinnern, dass auch wir es in der Hand haben, die Not zu lindern.

Jeder zehnte Mensch leidet Hunger

„Jeder zehnte Mensch weltweit leidet an Hunger. Um auf diesen stillen Skandal aufmerksam zu machen, läuten die Kirchenglocken. Das Läuten – zur Sterbestunde Jesu – soll Aufmerksamkeit erregen, aber auch zum Engagement gegen Hunger aufrufen“, so der St. Pöltner Caritasdirektor Hannes Ziselsberger. Denn es liege in unser aller Hand, den weltweiten Hunger zu beenden. Das sei ein ambitioniertes Ziel, aber es sei erreichbar. Und jede und jeder einzelne könne dazu beitragen: Etwa indem man die Caritas bei ihrer Kampagne für eine Zukunft ohne Hunger unterstützt, Informationen weiterträgt, Glocken läutet oder Spenden sammelt.

Jeden Tag kämpfen Millionen Mütter und Väter weltweit darum, dass ihre Kinder nicht hungrig einschlafen müssen. Weltweit leiden 821 Millionen Menschen an chronischem Hunger. Besonders hart trifft es Kinder. In Afrika ist jedes dritte Kind chronisch unterernährt. Diese Kinder sind zu klein für ihr Alter, ihre Organe wachsen nicht, sie können sich körperlich und geistig nicht altersgemäß entwickeln. Mit der Unterstützung der Menschen in den Pfarren und der Spenderinnen und Spender hat sich die Caritas zum Ziel gesetzt, 40.000 Familien in 15 Ländern Afrikas und Asiens dabei zu unterstützen, ihre Ernährung langfristig zu sichern und sie vor den Langzeitfolgen von Hunger und Unterer­nährung zu bewahren. Weitere Infos: www.caritas.at/hunger

 

Spendenmöglichkeit

Online: www.caritas-stpoelten.at; Spendenkonto: Raiffeisenbank St. Pölten; Kennwort: Zukunft ohne Hunger; IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000