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750 Jahre Pfarre: Sallingberger arbeiten liebevoll an ihrer Kirche

Foto: zVg

Im Vorfeld des 750-Jahr-Jubiläums der Pfarre Sallingberg wurde auch die Innenrenovierung der Kirche in Angriff genommen. Kurz vor dem großen Festakt war die Kirche noch eingerüstet und es wurde emsig gearbeitet. Aber für die Jubiläumsmesse am Sonntag, 8. September (10 Uhr), mit Diözesanbischof Alois Schwarz wurde alles rechtzeitig fertig. Auch die 48-seitige Festschrift mit vielen Bildern und Berichten ging zeitgerecht in Druck.

Die Kirche der vor 750 Jahren erstmals urkundlich erwähnten Pfarre ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Die romanische Chorturmkirche mit barockem Turmaufbau wurde 1820 nach Osten erweitert.

Daran wurde in den letzten Wochen gearbeitet: Beleuchtung mit energiesparenden LED-Lampen; Kirchenbelüftung; Kirchenbankheizung; atmungsaktiver Kalkanstrich; Verputz ausgebessert; restaurierte Epitaphe (Grabsteine) in der Seitenkapelle aufgestellt; Fußbodenplatten ergänzt; Neupositionierung des Taufsteins; Neugestaltung des Kreuzweges; Restauration des Hochaltares und der Statuen. Wie in so vielen Pfarren packen auch in Sallingberg Ehrenamtliche an, damit die Kirche in gutem Zustand erhalten bleibt. So wurde im Vorjahr die Außenrenovierung durchgeführt und einige Jahre zuvor der Pfarrhof umfangreich saniert. Auch die Orgel und das Glockenwerk wurden generalüberholt.

Lebendige Pfarrgemeinde

Die Pfarre ist lebendig und dort wird nicht nur gearbeitet, sondern auch gefeiert, das ermöglicht u. a. der weiträumige Pfarrhof. Die Sallingberger lassen sich viel für ihre Feste einfallen: vom Osterstriezelessen über das Valentinscafé bis hin zum Adventmarkt, womit die erwähnten Baumaßnahmen finanziert werden. „Die Veranstaltungen sind stets gut besucht, auch mit der Zahl der Gottesdienstfeiernden sind wir zufrieden“, erzählt Diakon Hermann Dornhackl, der unermüdlich für die Pfarre werkt. Der Diakon bringt dabei sein handwerkliches Geschick und sein Organisationstalent ein. Er betont: „Auch eine kleine Pfarre kann lebendig und aktiv sein.“ Stolz zeigen sich die Pfarrangehörigen über die hohe Wahlbeteiligung bei den letzten Pfarrgemeinderatswahlen: 75 Prozent der Pfarrbevölkerung wurden für die Wahl mobilisiert ­– das sind 50 Prozentpunkte mehr als im diözesanen Durchschnitt.

740 Katholiken leben in der Waldviertler Gemeinde, in der die Abwanderung ein großes Thema ist. Die Vereine engagieren sich stark, damit der Ort lebendig bleibt. Mit diesen – wie auch mit der Gemeinde – kooperiert die Pfarre gut und eng.
Die Pfarre ist in einem Pfarrverband mit Grainbrunn und Großreinprechts, als Pfarrer wirkt seit 2017 Krystian Lubinski, über den man in der Pfarre dankbar ist. Die Zusammenarbeit zwischen diesen Pfarren wird als sehr positiv beschrieben: man stimmt Termine ab, besucht gegenseitig Veranstaltungen wie z. B. die „Nacht der 1000 Lichter“ der Nachbarpfarren und ist bereit, flexibel zu sein. Und die Sallingberger erhalten gewiss viel Besuch beim Jubiläumsfest ihrer Pfarre von den Nachbargemeinden.   

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