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20. Benefizsuppen-Essen der kfb: „Teilen spendet Zukunft“

Die Katholische Frauenbewegung (kfb) lud ins NÖ Landhaus zum Benefizsuppen-Essen ein, dem Auftakt für das Fastensuppen-Essen in den Pfarren der Diözese St. Pölten.

Im berstend vollen Leopoldsaal konnte Anna Rosenberger, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten, viele Ehrengäste begrüßen. Allen voran Bischof Alois Schwarz, NÖ Superintendent Lars Müller-Marienburg, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie weitere prominente Vertreter aus Kirche und Politik.

„Die Aktion Familienfasttag gibt es seit 60 Jahren und sie zählt zu den größten und erfolg­reichs­ten Spendenaktionen der Kirche in Österreich“, erinnerte Anna Rosenberger in ihren Grußworten. Auch heuer rufe die Aktion unter dem Motto „Teilen spendet Zukunft“ zum bewussten Teilen in der Fastenzeit auf. Jeder könne durch eine Spende ein Stück gutes Leben für andere, speziell für Frauen und Kinder in den ärmsten Regionen der Welt, ermöglichen.
Bischof Alois Schwarz betonte mit Hinweis auf das Wort „Familienfasttag“, dass die Familie der Ort sei, in dem man das Teilen lerne. In der Fas­tenzeit gehe es darum, in der Familie darüber zu reden, worauf man beim Essen verzichten wolle, damit andere Menschen auch etwas zu essen haben. Schwarz erinnerte an das heurige Schwerpunktland der Aktion Familienfasttag Tansania, wo Frauen von der Partnerorganisation WODSTA das Bauen von Zementöfen beigebracht wird, die kaum mehr qualmen und damit weniger Schadstoffe freisetzen. Der Öffentlichkeit sei kaum bekannt, dass jährlich unzählige Menschen in Afrika an Rauchgasvergiftungen sterben, sagte Schwarz. „Wenn man miteinander teilt, ist es noch nie zu wenig geworden“, ermunterte der Bischof zum Spenden.

In dieselbe Kerbe schlug Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Die Aktion Familien­fast­tag führt vor Augen, warum wir fasten sollen. Es ist ein bewusstes Fas­ten aus Solidarität, um anderen zu helfen.“ Der Familienfasttag sende wichtige Signale aus: Dass Tradition wichtig sei; dass man stets den Menschen und die Mitmenschlichkeit im Blick haben soll; und dass damit ein klares Signal für die christlichen Werte und ein christliches Leben gesetzt werden. Sie, so Mikl-Leitner, fände es schön, dass heuer mit Tansania ein Land im Mittelpunkt stehe, dass zwar im Aufwind sei, aber wo es für die Menschen weiterhin Hilfe und Unterstützung brauche. Auch das Land Niederösterreich unterstütze Tansania u. a. mit medizinischen Geräten.

Die Suppenspenderin war heuer die Autorin Barbara Pachl-Eberhart, die das Rezept für die „Mulligatawny-Suppe“, eine scharfe Curry-Suppe, die auf einem indischen Rezept basiert, bereitgestellt hatte. Die Aktion „Familienfasttag“ startete 1958. Inzwischen erzielt die Initiative mit Hilfe der Benefizsuppenessen und weiterer Aktionen ein jährliches Spendenaufkommen von bis zu 2,4  Millionen Euro und unterstützt so mehr als 100 Frauen-Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Weitere Informationen unter: www.teilen.at.