Das Kirche bunt Team bei der Verabschiedung von Mag. Josef Wessely, dem langjährigen Chef vom Dienst, mit Bischof DDr. Klaus Küng, mit Generalvikar Prälat Mag. Eduard Gruber, dem neuen Herausgeber von Kirche bunt und mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfriednton Leichtfried

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Wie Zeit-Management gelingen kann

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Das Schuljahr neigt sich zu Ende, und auch der Familienalltag legt einen langsameren Gang ein. Eine gute Gelegenheit, aus dem „Hamsterrad“ auszusteigen, über einzelne Lebensbereiche nachzudenken und sich konkrete Ziele zu setzen.

Den Familienalltag erleben viele Eltern als fordernd: Kinder betreuen, berufliche Pflich­ten, Kochen, Wäscheberge, Putzen – immer ist etwas zu tun. Die Arbeit scheint manchmal kein Ende zu nehmen, und Zeit für eigene Wünsche und Bedürfnisse ist Mangelware. Es braucht Zeiten der Entspannung, zum Beispiel im Urlaub, um auch einmal ein paar Schritte zurückzutreten und das Leben mit etwas Abstand betrachten zu können. Wie läuft unser Familienalltag? Wohin fließt meine Zeit? Lebe ich meine von Gott geschenkte Berufung?

Jedes Unternehmen und jeder Unternehmer braucht Zeit-Management, also eine gute Zeitplanung, die sich nach vorher gesetzten Zielvorgaben richtet. Das gleiche gilt auch für das „Unternehmen“ Familie, denn ohne Planung verliert man sich leicht in den alltäglichen Arbeiten und Zerstreuungen. Dringende Ange­­legenheiten sind „laut“ und schieben sich in den Vordergrund. Wichtige Dinge sind hingegen oft „leise“, unaufdringlich und nicht terminisiert – und gehen dann im Alltag unter.

Eine gute Übung

Eine gute Übung besteht darin,  auf einen großen Bogen Papier einen Kreis mit den wichtigsten Lebensbereichen zu malen. Das können Ehe, Familie, Beruf, Freunde, Hobby, Engagment für die Gemeinschaft (Pfarre, Verein …), persönliche Entwicklung, Beziehung zu Gott sein. Nun stellt man sich die Fragen: Wo möchte ich in fünf Jahren stehen? Was sind meine Ziele in jedem dieser Bereiche? Was ist meine Berufung? Alles, was einem spontan einfällt, wird aufgeschrieben oder aufgemalt.

Aus diesen Stichworten oder Zeichnungen formuliert man einen zusammenhängenden Text, am besten im Präsens. Also nicht „Ich möchte oder werde einmal die Woche einen Spaziergang machen“, sondern „Ich mache einmal die Woche einen Spaziergang, meistens am Donnerstag.“ Konkrete Formulierungen helfen bei der Umsetzung von Zielen besser als eine vage Ausdrucksweise. Es muss auch nicht alles „Hand und Fuß“ haben, sondern darf bruchstückhaft, unvollkommen und vorläufig sein.

Erst dann kann eine konkrete Zeitplanung einsetzen, bei der festlegt wird, was bis wann erreicht, wie oft und wann etwas getan wird. Die Planung gelingt am besten mit dem Kalender in der Hand: Denn bevor sich dieser mit Beginn des neuen Arbeitsjahres wieder von selbst füllt: Wichtige Dinge – wie Zeit für Gott, für den Partner, die Kinder und für sich selbst – mit fixem Datum eintragen!
Auch die Familie braucht Planung, um „Zeiträuber“ auszumachen, eigene Prioriäten zu setzen und dem Leben aktiv eine Richtung zu geben.    ph

 

 

Fragen zu Lebenszielen

  • In welchen Bereichen erlebe ich mein Leben als erfüllt?
  • Was sind meine Gaben, was kann ich richtig gut, bei welchen Tätigkeiten blühe ich auf? Worin sehe ich meine Berufung?
  •  Was sind meine Begrenzungen? Wo empfinde ich einen Mangel? Was könnte ich tun, um in diesen Bereichen zu wachsen?
  •  Wenn ich könnte, wollte ich … Was würde ich dann am liebsten tun? Was würde ich tun, wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte?
  •  Was möchte ich in meinem Leben erreichen? Welche Werte sind mir wichtig? Welchen Beitrag für eine „bessere Welt“ möchte ich leisten?
  • Wer möchte ich für meine Familie und Freunde sein?