Interview mit Bischof Schwarz

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Wie ein Kind zum Schulkind wird

Foto: Anja-stock.adobe.com

Der Eintritt in die Schule bedeutet für ein Kind einen bedeutenden Entwicklungsschritt. Dieser Übergang vollzieht sich nicht von heute auf morgen, sondern ist ein sich über längere Zeit erstreckender Prozess.

Wenn ein Kind zum ersten Mal in die Schule kommt, dann ist das eine aufregende Erfahrung. Etwas Vertrautes, der Kindergarten, ist zu Ende gegangen, etwas Neues, Unbekanntes steht bevor. Dieser Übergang vollzieht sich nicht
von heute auf morgen. Bereits der Kindergarten bereitet die Kinder im letzten Jahr auf die Schule vor, sowohl durch Lerneinheiten, die denen der Schule ähneln, als auch durch Kontakt zur Schule und verschiedene Rituale wie Feste und Spiele, die die Los lösung unterstützen und eine neue Selbständigkeit einüben helfen. Bei einem Übernachtungsfest im Kindergarten etwa kann das Kind etwas Neues in vertrauter Umgebung erleben.

„Das Kind wird erst in der Schule zum Schulkind“

Wenn der Schulbeginn naht, können in der Zwischen-Zeit der Sommerferien beim Kind vielleicht Ängste aufkommen, die man nicht bagatellisieren sollte („Aber du sollst dich doch freuen!“). Jetzt war und ist die Zeit für Gespräche, Zeit, die Schulsachen einzukaufen und einzupacken und den Schulweg abzugehen. Manche Kinder spielen gerne Rollenspiele, um sich auf die neue Situation vorzubereiten. Der erste Schultag wird mit einem Gottesdienst oder einer Schulfeier begangen, und die Familie begleitet den Schulanfänger in den Klassenraum. Das Segnen der Schulkinder in einem Gottesdienst oder durch die Eltern oder Großeltern wird von ihnen als besonderer Schutz erfahren. Und das Geschenk der Schultüte soll den ers ten Schulbesuch verschönern.

Doch die Schultüte allein macht noch kein Schulkind. „Das Kind wird erst in der Schule zum Schulkind“, betont Wilfried Griebel vom Münchner Staatsinstitut für Frühpädagogik. Erst mit den für die Schule typischen Erfahrungen
wie der neuen Klassengemeinschaft, Hausübungen, den Schulstunden und der sich entwickelnden Beziehung zur Lehrerin lernt das Kind, was Schule bedeutet und mit sich bringt. Das Kind sei dann ein kompetentes Schulkind  geworden, wenn es sich in der Schule wohl fühlt, die gestellten Anforderungen bewältigt und die Bildungsangebote für sich nutzt, meint der Diplom-Psychologe.

Auf dem Weg dahin hat das Kind zahlreiche Aufgaben zu bewältigen: Starke Gefühle wie Angst, Unruhe, aber auch Freude und Neugier werden in den ersten Schultagen mitunter durchlebt. Jeden Tag, jede Woche lernt das Kind neue Fähigkeiten, womit sich auch sein Selbstbild allmählich verändert. Manche Beziehungen sind durch den Wechsel an die Schule verloren gegangen, andere werden neu geknüpft. Hilfreich ist es, durch die Eltern wohlwollend begleitet und von ihnen unterstützt zu werden. ph

 

Aktuelles zur Schule

Die Schulanfangszeitung des Katholischen Familienverbands für das Schuljahr 2018/19 enthält Informationen u. a. zu Deutschförderklassen, Datenschutz, Schulpartnerschaft, Elternverein und Beihilfen sowie wichtige Termine für das Schuljahr. Die Zeitung ist kostenlos und kann gegen Ersatz der Versandspesen unter Tel. 02742/354203 oder bestellt werden.

 

Segensgebet

Gottes Segen sei mit dir,
für den Neubeginn in der Schule
und für das Zusammensein mit
den Schulkameraden.
Gott segne dich,
damit du gelassen sein kannst,
damit du sehen kannst,
wenn einer deine Hilfe braucht,
und damit du Freude an
deiner Arbeit hast.