Das Kirche bunt Team bei der Verabschiedung von Mag. Josef Wessely, dem langjährigen Chef vom Dienst, mit Bischof DDr. Klaus Küng, mit Generalvikar Prälat Mag. Eduard Gruber, dem neuen Herausgeber von Kirche bunt und mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfriednton Leichtfried

Kirche bunt ABO

Banner Kirche Bunt

 
 

Was mich trägt - Ulrike Immervoll

Foto: Hans Pflügl

Mit großem Gottvertrauen...  „Mit Kindern über Gott reden ist das herrlichste, was es gibt“, verrät Ulli Immervoll. Die ehemalige Religionslehrerin und Pastoralassistentin der Betriebsseel­sor­ge Oberes Waldviertel in Heidenreichstein ist seit einigen Monaten in Pension. Doch „fad“ ist ihr bisher nicht geworden. Sie engagiert sich weiterhin – vornehmlich in der Pfarre und das ehrenamtlich. So betreut sie die Ministranten, zwei Frauenrunden, bereitet Gottesdienste vor, hilft Flüchtlingen im Ort und arbeitet im Leitungsteam der Betriebsseelsorge mit sowie in der Tagesstätte „Zuversicht“.

Sie liebt es, sich mit Kindern zu beschäftigen. „Viele konnte ich ein Stück ihres Weges begleiten“, sagt die ehemalige Lehrerin. Oft spürt sie noch die Früchte ihres Wirkens. Etwa, wenn einstige Schülerinnen und Schüler sich zurückerinnern und sie um Unterlagen für die Gestaltung von Gottesdiensten fragen.

„Interessant und fordernd, manchmal auch schwierig“ waren die Stunden im Polytechnikum. „Da braucht man oft großes Gottvertrauen.“ Eine Haltung, die sie bis heute bewahrt hat. Sie versuchte, die Kinder und Jugendlichen dort abzuholen, wo sie Zugang zu ihnen fand. „Einmal haben wir sogar das Weihnachts­evangelium gerappt“, erinnert sie sich. Das war für alle sehr eindrucksvoll – und „bei einigen ist diese Begeis­terung auch auf die Texte der Bibel übergesprungen“.

Mit elf Jahren ist Ulrike nach Heidenreichstein gekommen und in die Jungschar. „Die Kirche ist so gleichsam meine zweite Heimat geworden“, erinnert sie sich. „Bis heute“. „Die ersten 15 Jahre war ich bei den Kindern zuhause“, erzählt die dreifache Mutter. Sie hat ihren Gatten Karl entlastet, der die Betriebsseelsorge Oberes Waldviertel leitet. Danach hat sie noch den theologischen Fernkurs und die berufsbegleitende Pas­torale Ausbildung (BPA) absolviert und ist 2001 als Pasto­ralassistentin in die Betriebsseelsorge eingestiegen. Im Grenzland, einer Region, wo die sozialen Herausforderungen oft übergroß sind. Ihre Erfahrungen? – „Man muss hellhörig sein, wo Menschen in Not und Bedrängnis geraten. Dort muss man helfen.“ Auch in Zukunft wird sie nicht loslassen von dem, was sie begeistert. Neben dem Engagement in ihrer Heimatstadt ist sie auf Diözesanebene noch stellvertretende Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerbewegung KAB. Von Hans Pflügl

 

Zur Person

Ulrike Immervoll, 60 Jahre, Pensionistin, verheiratet, drei erwachsene Kinder, drei Enkelkinder