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Was mich trägt - Mag. Kurt Neumeyr

Kurt Neumeyr, 42 Jahre, Religionslehrer am BORG St. Pölten. Sein Mittelpunkt ist nicht nur die Schule. Kurt Neumeyr, Theologe und Religionsprofessor am BORG St. Pölten, greift in seiner freien Zeit gerne zur Feder. Kurzgeschichten und Satiren fließen dann aufs Papier. Dazwischen auch pädagogische Behelfe.

Als Jugendlicher war er noch unentschlossen über seinen Lebensweg. Nach der Matura zog es ihn zuerst zum Zivildienst, um seinen Weg weiter auszuloten. Der Tipp, dass man in St. Pölten Theologie studieren könne, brachte ihn dann auf die richtige Fährte: „Das war für mich wie der Start in ein neues Leben“, verrät er. Fast als einziger Laie unter Priesterstudenten hat er sich an der kleinen Hochschule gleich wohl gefühlt. „Wegen des familiären Klimas und der Faszination, die manche Professoren ausstrahlten“, wie er sagt.

Kurt dachte daran, später als Pastoralassistent oder in der Erwachsenenbildung tätig zu sein. Bereits vor seinem Studium hat er in der Diözesanjugend mit­gewirkt, sei es im SchülerInnenzentrum „H2“, bei „Orientierungstagen“ oder bei den Sommercamps. „Weltreligionen haben mich schon immer interessiert“, erzählt er. Während des Studiums habe ihn dann die bibliotherapeutische Literatur fasziniert – Texte, die fürs Leben hilfreich sind. Vor allem auch Texte aus der Bibel. Darüber hat er später auch seine Diplomarbeit verfasst. Sein besonders Anliegen ist es, Glauben in einer heute zeitgemäßen Form weiterzugeben. Das versucht er in der Schule umzusetzen und erstellt dazu auch pädagogische Behelfe.

Woher kommt aber seine schriftstellerische Ader? – Bereits mit zehn Jahren hat Kurt Neumeyr kurze Theaterstücke geschrieben und diese mit seinen Cousins aufgeführt. Bald arbeitete er bei einer St. Pöltner Zeitung in der Kulturredaktion mit. Besonders erinnert er sich an eine Begegnung mit dem israelischen Schriftsteller Ephraim Kishon. Nach einer Lesung hat er mit ihm geplaudert und – „Kishon hat mir in heb­räi­scher Sprache den Anfang der Bibel zitiert“. Kurt Neumeyrs Kurzgeschichten sind wahre Begebenheiten. Manche hat er selbst erlebt, manche wurden ihm erzählt. Erst nach einiger Zeit – oft auch nach Jahren – formt sich das Ereignis zu einer Geschichte. Dann greift Kurt spontan zur Feder und bringt die „Geschichte“ aufs Papier. Von langen Überlegungen hält er nichts – „es muss sich spontan ergeben“. Hans Pflügl