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Was mich trägt - Mag. Eva Lasslesberger

Foto: Sonja Planitzer

Einsatz für die Familien. Eva Lasslesberger, 60, verheiratet, Mutter von drei Kindern und Großmutter von zwei Enkelkindern.

Fast genau zwei Jahrzehnte stand sie geschäftsführend an der Spitze des Katholischen Familienverbandes (KFV) der Diözese St. Pölten – mit 1. Mai verabschiedet sich Mag. Eva Lasslesberger in die Pension. Dann will sie tun, wo im KFV eigentlich ihre Wurzeln liegen: sich um Kinder kümmern. In diesem Fall aber um ihre eigenen zwei Enkelkinder, wenn die Schwiegertocher wieder zu arbeiten beginnt.

In den 20 Jahren haben sich die Themen, mit denen der KFV beschäftigt ist, nicht sehr verändert, sagt Eva Lasslesberger: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei nach wie vor ein großes Thema. Vielleicht sogar noch größer: Denn heute wäre es Normalfall, dass beide Eltern arbeiten. Und in vielen Fällen haben sie aus verschiedensten Gründen keine Unterstützung durch Großeltern oder andere Familienmitglieder. Das Angebot der Tagesmutter oder der Oma-Dienst des KFV werde daher weiter wichtig bleiben. Denn je familienähnlicher die Struktur ist, wo die Kinder untergebracht sind, umso besser ist es für das Kind.

Viele Angebote, wie z. B. der Oma-Opa-Dienst, aber auch Aktionen wie die „AktionPlus-Minus“ in der Fastenzeit, Initiativen oder Lobbyarbeit hat Eva Lasslesberger über die Jahre für den KFV begleitet und betreut. „Es war eine schöne und erfüllende Zeit“, blickt sie dankbar zurück. Besonders das gute menschliche Miteinander im KFV, mit dem langjährigen Vorsitzenden Josef Grubner und mit den Kollegen auf Österreichebene hebt sie dabei lobend hervor.

Von Kindheit an ist für Eva Lasslesberger der Glaube wichtig. Aufgewachsen in einer gläubigen und engagierten Lehrerfamilie in Senftenberg, studierte sie in Wien Französisch und Spanisch und zog dann mit ihrem Mann Erwin nach Spratzern bei St. Pölten. In der Pfarre Spratzern unter Pfarrer Josef Pretz fand sie eine neue Heimat und ist dort bis heute auf vielfache Weise engagiert – im Pfarrblattteam, als Wortgottesfeierleiterin, im Pfarrcafe. Der Glaube, sagt Eva Lasslesberger, sei für sie immer Ankerpunkt gewesen. „Ich frage mich immer, wie Leute tun, wenn sie keinen Glauben haben – gerade auch in schweren Zeiten.“

In der Pension will die ausgebildete Erwachsenentrainerin auch Workshops zum Thema „Wer lacht, lebt auf“ geben. Für den Familienverband hofft sie, dass dieser – gestützt von vielen Mitgliedern – jungen Menschen weiterhin Mut zur Familie machen und sich für die Familie engagieren und tatkräftig einsetzen kann. Sonja Planitzer