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Was mich trägt - DI Dr. Walter Feninger

Foto: Hans Pflügl

Die Freude am Herrn ist meine Stärke“. Seit sechs Jahren wirkt er bereits als Sozialombudsmann in der Gemeinde Markersdorf. Dr. Walter Feninger, studierter Chemiker, war von 1982 bis 2002 Generalsekretär der Katholischen Aktion der Diözese. Seit damals hat er sich im Sozialbereich, in Umweltfragen und für die Dritte Welt engagiert.

„Das ist auch das Ergebnis meiner religiösen Entwicklung“, sagt Feninger. Als frischgebackener Dip­lom­ingenieur war er über eine Straßenaktion der Kath. Glaubensinformation in seine Berufung hineingewachsen. Mehrtägige Seminare der Charismatischen Gemeindeerneuerung haben ihn geprägt. Vor allem die Erfahrung, „dass Gott mich unendlich liebt“ und daraus die Haltung, Gott stets zu loben und danken, sagt er. Er wurde „ein positiv denkender Mensch“, der alles auf die Charismen, die von Gott verliehenen Gaben, setzt. Daher auch sein soziales Engagement. Er
beginnt fast jeden Tag mit dem Lobpreis Gottes.
Sein erster großer „Einsatz“ in der Katholischen Aktion war die diözesane Vorbereitung des Katholikentages 1983 in Wien, drei Jahre später folgte das Diözesanjubiläum. Oft „alleingelassen auf weiter Flur“ muss­te er sich gegen andere Interessen durchsetzen. Das habe ihm viel Kraft abverlangt. „Vieles konnte ich nur im Lichte des Rosenkranzgebetes bewältigen“, unterstreicht Feninger. Das tägliche Gebet, Rosenkranz, Bibel oder Teile des Stundengebetes sowie der Charismatische Gebetskreis haben ihn immer wieder aufgerichtet – „meine spirituelle Anbindung“, unterstreicht er.

Die Katholische Aktion stand damals im Spannungsfeld der Entwicklung. Bis heute hält Feninger fest am „KA-Prinzip“ Kardinal Cardijns für das Laienapos­tolat: sehen – urteilen – handeln. So hat er sich auch bei der Emmausgemeinschaft engagiert und war zwölf Jahre lang ihr Obmann. Vor 15 Jahren hat er seinen Beruf gewechselt. Nach Tätigkeiten bei der Caritas und der NÖ Suchtkoordination hat er als Geschäftsführer SAM NÖ (Sozialer Arbeitsmarkt NÖ Beschäftigungs-GmbH) gegründet und neun SOMA-Märkte errichtet.

Auch in der Pension ist Walter Feninger aktiv geblieben: Neben der Tätigkeit als Sozialombudsmann ist er Obmann des lokalen Seniorenbundes, im Vorstand des Pfarrgemeinderates, Leiter eines Gebetskreises, Mitglied der diözesanen Seniorenpastoral und im Vorstand der Emmausgemeinschaft engagiert. DI Dr. Walter Feninger, 68 Jahre, Pensionist, verheiratet, zwei erwachsene Kinder.
Hans Pflügl