Interview mit Bischof Schwarz

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Was mich trägt - David Hadl

Foto: Hans Pflügl

Kinder zum Glauben begeistern. David Hadl, 32 Jahre, Religionslehrer, IT-Experte und freiberuflicher Ton- und Bühnentechniker, Vater einer kleinen Tochter.

Eigentlich wollte er Programmierer werden, doch dann erlernte er den Beruf eines KFZ-Technikers. Heute ist David Hadl Religionslehrer und unterrichtet in den Volksschulen von Dobersberg, Waldkirchen, Karl­stein und Pfaffenschlag. Nach zehn Jahren in einer KFZ-Werkstatt stellte sich David Hadl die Frage nach seiner weiteren Lebens­planung. In der Freizeit war er bereits als Tontechniker tätig. Doch ihn interessierte der Sozialbereich, Kirche und Fragen um Glaube und Religion. „Da bin ich von meinem Vater geprägt“, verrät er. Der ist Diakon.

Trotz anfänglicher Skepsis nahm David das Studium auf. Sein Ziel war, Kindern zu vermitteln, was ihnen im Leben hilfreich sei. „Vor allem, Verantwortung gegenüber Mitmenschen und der Umwelt zu übernehmen.“ Nach fünf Berufsjahren sagt er heute: „Ich habe dadurch selbst viel profitiert. Auch mein Glaube ist dadurch gewachsen.“ Markant war für ihn ein Aufenthalt im Heiligen Land: Der Berg der Seligpreisungen, die Überquerung des Sees Gennesaret und die Weite der Wüste gaben ihm einen tieferen Einblick in die Bibel. Auch die „großen Fragen des Lebens“ über Gott, Tod und ein Weiterleben danach suchten eine sinnvolle Antwort.

„Mein Hauptbereich ist der Religionsunterricht“, unterstreicht er. Er will Kinder für den Glauben begeis­tern. Die Tontechnik sei „ein Ausgleich“. Ebenso der IT-Bereich, den er an den Pflichtschulen der Region übernommen hat. In seinem Unterricht ist David Hadl immer wieder erstaunt, welch tiefe Fragen Kinder stellen. Da heißt es, die Antwort für Kinder verstehbar zu formulieren. In seiner Bachelorarbeit über Tobit, die auch als Buch erschienen ist, versucht er, Kindern den Zugang zur biblischen Erzählung zu erschließen. Aber nicht immer läuft es in der Schule „wie am Schnürchen“, weiß der engagierte Pädagoge. Es gebe auch Momente, die einem zusätzlich viel Energie abverlangen.

David Hadl, der eben seine Masterarbeit fertiggestellt hat, versucht nicht nur über die Schule, sondern auch über die Pfarre Kontakt mit den Kindern zu halten. In vier Pfarren bereitet er die Kinder auf die Erstkommunion vor und gestaltet monatlich zwei Familienmessen mit. Dazu sind die Kinder mit ihren Eltern eingeladen, denn „Pfarrleben ist Beziehungspflege“, ist er überzeugt. Von Hans Pflügl