Interview mit Bischof Schwarz

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Mit Kindern die Karwoche erleben

Foto: jörn buchheim – stock.adobe.com

Zahlreiche Bräuche und Traditionen helfen uns, Kindern das Geschehen der Karwoche kindgerecht näher zu bringen.

An den Kartagen denken die Christen an das Leiden und Sterben Jesu Christi. Es ist ein brutales und grausames Geschehen, das Jesus erleben musste. Ob und wie viel man Kindern davon zumuten kann, wird jede Familie selbst entscheiden. Eine Hilfe, Kinder behutsam an die Passion heranzuführen, sind gute Kinderbibeln. In ihnen ist das Geschehen auf kindgerechte Weise dargestellt und beschrieben. Eine gute Art und Weise, an die Kartage heranzugehen, ist es auch, sich an den Fragen der Kinder zu orientieren, denn Kinder werden nicht mehr fragen, als sie aufnehmen können. Und bei allem Leid: Tod und Trauer haben nicht das letzte Wort. Es gibt die Auferstehung Jesu, die wir am Ostersonntag feiern. Und auch die Karwoche beginnt mit der Freude und dem Jubel der Menschen.

Palmsonntag

Der Palmsonntag ist für Familien mit Kindern ein besonderes Fest, dürfen sie doch ihre Palmbuschen in den Gottesdienst mitbringen. In vielen Pfarren gibt es feierliche Palmprozessionen und Palmweihen, und die geweihten Palmzweige können dann daheim am Kreuz befestigt werden. Im Zentrum dieses Festes steht die Freude der Menschen, als Jesus nach Jerusalem kam. Doch aus dem mit Jubel begrüßten Friedenskönig wird nach nur wenigen Tagen der verspottete Träger der Dornenkrone. Freude und Leid liegen dicht beieinander; beides gehört zum Leben dazu.

Gründonnerstag

Am Gründonnerstag findet in Erinnerung an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern ein Gottesdienst mit Fußwaschung statt.  Der Name Gründonnerstag ist schon um 1200 erwähnt und geht möglicherweise auch auf den alten Brauch zurück, an diesem Tag Speisen mit frischen grünen Kräutern und Gemüse zuzubereiten. Andere meinen, der Name steht in Zusammenhang mit dem Wort „greinen“ (d. h. weinen).

Karfreitag

Der Karfreitag steht im Zeichen der Trauer: Jesus wurde durch den Hohen Rat verhört, dem römischen Statthalter Pontius Pilatus über­antwortet und auf Verlangen der Volksmenge zum Tod am Kreuz verurteilt. Der verstorbene Gekreuzigte wurde noch am selben Tag in ein Grab gelegt. An diesem Tag findet keine Eucharistiefeier statt; anstelle der Glocken ertönen vielerorts die Ratschen. Wir können zu Jesus mit allen Bitten für leidende Menschen und mit unserem eigenen „Kreuz“ kommen.

Karsamstag

Am Karsamstag gedenken wir der Grabesruhe Jesu und erwarten mit Fasten und Gebet seine Auferstehung. Das Osterfest wird vorbereitet: Ostereier werden gefärbt, Osterzöpfe geba­cken und das Haus geschmückt.

 

Kinderkirche

Die Pfarre Amstetten Herz Jesu lädt Kinder zwischen drei und acht Jahren in der Osterwoche zu einer besonderen Kinderkirche (KiKi) ein. Der Beginn ist am 27. März um 15 Uhr im Don Bosco-Saal. „Wir werden Jesu Einzug nach Jerusalem mitgestalten, gemeinsam Brot brechen und über den Kar­freitag letztlich beim Osterwunder landen,“ erklären Organisiatorinnen Barbara Haslauer und Michaela Böldl.