Interview mit Bischof Schwarz

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Jugendsynode: Eva berichtet!

Liebe Jugendliche! Die Jugendsynode ist nun beendet. Ich bin unendlich dankbar, erleichtert und extrem erschöpft! Diese vier Wochen waren für mich eine unbeschreibliche Erfahrung und sind im Moment noch gar nicht in Worte zu fassen. Es wurde gerade ein Stück Kirchengeschichte geschrieben und ich war ein Teil davon. 

Ich bin mit dem Abschluss­dokument sehr zufrieden, wenn man bedenkt, dass es ein Dokument der Weltkirche ist. Besonders erfreut bin ich darüber, dass mit dieser Synode eine neue Art des Arbeitens in den Fokus gestellt wurde. Die Zeit in Rom ist zwar jetzt vorbei, jedoch geht der synodale Weg weiter. Ich bin also guter Dinge, dass in Zukunft der Dialog zwischen den Generationen besser gelebt wird und die Kirche dadurch einen Schritt vorwärts macht. 

Für die Weiterarbeit der Synode erwarte ich mir, dass sich die Österr. Bischofskonferenz Gedanken macht, wie in Österreich dieser synodale Weg gemeinsam weitergegangen werden kann. Es reicht aber nicht, wenn sich ausschließlich die Bischofskonferenz damit beschäftigt, sondern es sollten sich alle Diözesen, Dekanate, Pfarren und am besten Einzelpersonen damit auseinandersetzen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten finden. 

In diesen vier Wochen habe ich oftmals mit anderen jungen Menschen und Bischöfen darüber diskutiert, ob sich junge Menschen gegenseitig begleiten können und welche Auswirkungen dies hat. Gestern Abend habe ich dann bemerkt, dass ich zwar intensiv über diese Frage diskutiere, aber mir gerade nie die Frage gestellt habe, wer mich hier in Rom begleitet. In diesem Monat habe ich extrem viel Kontakt mit Thomas Andonie und Simon Linder vom BDKJ gehabt und mit Matthias Zauner von der KJ. Wir haben fast jeden Tag gemeinsam an der Synode gearbeitet und uns gegenseitig begleitet. In allen schwierigen und aussichtslosen Situationen waren wir für einander da und wir haben auch extrem viel gemeinsam gelacht und die Zeit hier genossen. Ohne diese drei Begleiter hätte ich diese Zeit hier in Rom nie so gut bewältigen können. Ich kann jetzt also einmal mehr sagen, dass wir jungen Menschen uns gegenseitig begleiten und füreinander da sein können.

Wenn ich jetzt einen Satz zum Ende der Synode suche, dann fällt mir nur das Zitat von Papst Franziskus von der Vorsynode ein: „Wir müssen mutig sein! Denn wenn ein junger Mensch mit 20 nicht mutig ist, dann ist er alt. Wenn also die Kirche keine Risiken eingeht, ist sie auch alt!“ Seid mutig!

 

Eva Wimmer war während der Zeit der Jugendsynode in Rom und hat mit Jugendbischof Stephan Turnovszky und Kardinal Christoph Schönborn die in der Bischofsversammlung besprochenen Themen reflektiert.