Interview mit Bischof Schwarz

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Himmlische Berufe – Anna trifft einen Diakon

Anna (8) trifft Mitarbeiter der Kirche und fragt sie, welche Aufgaben und Tätigkeiten ihr Beruf mit sich bringt. Dieses Mal besucht sie Thomas Resch, Diakon in der Pfarre Böhlerwerk.

Anna: Was macht ein Diakon den gan­zen Tag?
Diakon: Liebe Anna, den Vormittag über arbeite ich meistens im Büro: Ich nehme Anrufe entgegen, wenn jemand ein Kind taufen lassen möchte oder jemand gestorben ist. Wenn jemand eine Goldene Hochzeit feiern will, stelle ich den Kontakt zum Herrn Pfarrer her. Oder ich bereite einen Elternabend für die Erstkommunion vor. Stell dir vor, ich habe drei Büros: eines in der Pfarre, eines im Diözesanbüro für Diakone in St. Pölten und eines zuhause. Ab 11 Uhr unterrichte ich in der Schule Religion. Am Nachmittag mache ich auch Vorbereitungen oder treffe Menschen. Am Abend bin ich oft in der Pfarre unterwegs.

Anna: Wie bist du auf die Idee gekommen, Diakon zu werden?
Diakon: Ein Diakon hat üblicherweise einen Beruf wie andere Papas auch – zum Beispiel Landwirt, Lehrer,  oder Tischlermeister wie bei mir – das liegt jedoch schon viele Jahre zurück. Die Idee zum Diakon, die hat Gott mir „eingeflüs­tert“, nämlich dass er mit mir auch noch etwas anderes vorhat. Als Diakon schaue ich auf ganz viele verschiedene Menschen in und um unsere Pfarre herum. Da gibt es auch Sorgen und Nöte, wie Geldnot oder Krankheit. Da versuche ich zu helfen, oder eine Idee zu haben wie es weitergehen kann.

Anna: Was gefällt dir an deinem Beruf am besten?
Diakon: Am schönsten finde ich, dass ich mit allen Leuten zu tun habe – vom Baby bis zum alten Menschen, quer durch alle Schichten und Berufe. Ich begegne Menschen in besonderen Situationen und kann Freude und Leid mit ihnen teilen. Man redet dann nicht nur über das Wetter oder über Fußball, sondern über sehr Persönliches und Wichtiges.

Anna: Trägst du bei einer Feier das gleiche Gewand wie der Pfarrer?
Diakon: Alle, die bei einer Liturgie tätig sind, tragen eine spezielle Kleidung: der Priester, die Ministranten, der Diakon. Der Unterschied zwischen dem Gewand eines Diakons und dem eines Priesters liegt darin, wie die Stola getragen wird: Ich trage sie schräg, der Priester gerade über der weißen Albe, so nennt man das liturgische Kleid.

 

Diakon

Das Wort ist griechisch und bedeutet „Helfer“. Der Bischof kann Männer zu Diakonen weihen – entweder als Vorstufe zur Priesterweihe oder als so genannte „Ständige Diakone“. Diese sind meist Familienväter und gehen einem Zivilberuf nach.