Interview mit Bischof Schwarz

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Brief an die Jugend - von Raphael Nolz

Warum ich Jugendpfarrgemeinderat wurde. Für mich war es als Kind ganz klar: Nach der Erstkommunion werde ich Ministrant. Als Messdiener und Jungscharkind durfte ich, gemeinsam mit meinen Freunden, ers­te Aufgaben in unserer Pfarre übernehmen. Die Begeisterung am Ministrieren war immer sehr groß, aber ein Jahr nach der Firmung mit 14 Jahren war die Minis­tran­ten­zeit vorbei. Die Schule, Freunde und Sport waren in den folgenden Jahren in meinem Leben in den Vordergrund gerückt. Bis ich letztes Jahr einen überraschenden Anruf von unserem Pfarrer Sabinus Iweadighi bekommen habe.

Er berichtete mir, dass mein Name einige Male bei der Wahl zum Pfarrgemeinderat genannt wurde und ob ich mir deshalb vorstellen könnte, einige Aufgaben als Pfarrgemeinderat im Bereich Jugend zu übernehmen. Mit einem solchen Angebot hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber ich habe mich sehr darüber gefreut und sagte unserem Pfarrer nach einigen Tagen Bedenkzeit voll Freude zu. Mit nur einem Anruf wurde die Kirche wieder ein fester Bestandteil meines Lebens.

Ich bin mit 21 Jahren das jüngste Mitglied in unserem Pfarrgemeinderat, aber ich wurde sofort integriert und fühlte mich vom ersten Tag an sehr herzlich aufgenommen. Jetzt bin ich schon ein ganzes Jahr Pfarrgemeinderatsmitglied der Pfarre Pottenbrunn und kann schon über einige meiner Aufgaben berichten: Alle drei Monate treffen wir uns, um Klausuren, Pfarr­ausflüge und -feste zu organisieren, Aufgaben zu verteilen und Allfälliges in der Pfarrgemeinderatssitzung zu besprechen. Bei den diversen Festen helfe ich sehr gerne und entdecke neue Leidenschaften, wie das Grillen am alljährlichen Pfarrfest. Das Mitgestalten einiger Messen oder die Gruppenleitertätigkeit beim Sternsingen erinnerten mich an meine Zeit als Ministrant. Ein besonderes Highlight war das 80-Jahre-Kirchweihfest der Filialkirche in Ratzersdorf, wobei ich für das Kinderprogramm und die Betreuung zuständig war.

In diesem einen Jahr fand ich meinen Platz in unserer Pfarrgemeinde und im Glauben. Glaube bedeutet für mich Gemeinschaft mit Christus und der Kirche, eine Richtung und ein Ziel für mein Leben zu haben und das Gefühl, nicht allein zu sein.

 

Der Autor

Raphael Nolz, 21, studiert Betriebswirtschaftslehre und ist in der Pfarre Pottenbrunn Jugend-Pfarrgemeinderat.