Interview mit Bischof Schwarz

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Brief an die Jugend - von Nadine Koller

Mit Ihm Freud und Leid teilen. Mir reichts, ich geh beten! Vielleicht kennt ihr diesen Ausspruch, ich selbst habe ihn vor einigen Wochen auf Pinterest gefunden und war sofort begeis­tert. Ob es nun das Studium ist, das mir den letzten Nerv raubt oder ein Gespräch mit einem Mitmenschen, ganz egal was wer wo oder wann, eines ist sicher: Gott ist da. Ob es nun ein einfaches „Danke“, ein kurzes Stoßgebet, ein freies Gebet oder doch ein Formelgebet, wie das Vaterunser ist, auch das ist ganz egal, weil eines ist für mich sicher: Gott hört es.

Für mich gehört das Gebet zum Alltag dazu, ich versuche sooft als möglich zu Gott bzw. mit Gott zu sprechen. Manchmal sind es Momente, die mich mit Freude erfüllen und mein Herz jubeln lassen, die ich mit Gott teilen will und sehr oft sind es aber auch Situationen, mit denen ich nicht klar komme, in welchen ich nicht mehr weiter weiß, verletzt und enttäuscht bin oder mich ganz alleine und verlassen fühle, dann weiß ich, dass es jemand gibt, der immer für mich da ist.

Wir alle leben auf derselben Welt, sind aber unterschiedlichen Situationen ausgesetzt, mit anderen Schwierigkeiten konfrontiert. Gott hat jeden von uns einzigartig erschaffen. Er ist ein liebender Vater, der uns seit dem ers­ten Moment an gewollt hat und dem wir unsagbar wichtig sind. Das ist einer der Gründe, warum ich bete! Ich will eine Beziehung zum Vater im Himmel, ich will mit ihm Freude und Leid teilen und möchte, dass er in meinem Leben sichtbar wird.

Wir dürfen auf so unterschiedliche Arten diesen Kontakt zu Gott suchen und finden. Ich möchte eine besondere Weise mit euch teilen: das Wort Gottes. Schon als Kind fand ich es faszinierend, Bibelstellen zu ziehen. (Diese Faszination hat sich übrigens gehalten.) Ich muss zugeben, manchmal ergeben die Worte, die wir ziehen, keinen Sinn, aber oftmals kann man im Nachhinein erkennen, welche Bedeutung sie hatten.

Ich persönlich durfte schon unzählbar viele berührende Momente „nur“ durch das Ziehen einer Bibelstelle erleben. Ganz oft wurde mir Mut oder Geborgenheit geschenkt, ja manchmal habe ich sogar einen kleinen strengen Denkanstoß bekommen. So gut wie immer durfte ich die Liebe Gottes in seinem Wort erfahren. Aus diesem und vielen weiteren Gründen möchte ich dich ermutigen: lass deinen Vater VATER sein, lass ihn teilhaben an deinem Leben und erzähl ihm von deinen Ängs­ten, Träumen, Hoffnungen und schönen Erlebnissen. Versuche, ihn in der Stille zu Wort kommen zu lassen, vielleicht durch die Heilige Schrift oder andere Impulse. Alles Liebe! Eure Nadine!

Autorin

Nadine Koller studiert Religionspädagogik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule.