Interview mit Bischof Schwarz

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Brief an die Jugend - von Lisa Funiak

Engagement in der Pfarre. Warum ich mich in meiner Pfarre engagiere? Diese Frage lässt viele Gedanken und Bilder in meinem Kopf entstehen. Mir ist die eigene Pfarre im Laufe der Zeit ganz einfach ein Stück weit Heimat geworden. Seit meiner Kindheit bin ich dort aktiv, anfänglich als Ministrantin und Jungscharkind. Schon zu dieser Zeit durfte ich erfahren, was es heißt, den Glauben in Gemeinschaft zu leben.

Und genau diese Gemeinschaft ist ein Teil meiner Motivation. Oft vergleichen wir in Gesprächen unsere Pfarrgemeinde mit einem großen, bunten Garten. Diese Metapher trifft für mich den Nagel auf den Kopf. In unserem „Garten“ wachsen gut verwurzelte, aber auch noch frisch gepflanzte Bäume, bunt leuchtende Blumen, dichte Sträucher, duftende Kräuter oder junger frischer Rasen – in genau dieser Vielfalt sind wir als Pfarre gemeinsam unterwegs.

Jede und jeder kann sich auf die je eigene Art und Weise nach eigenen Möglichkeiten einbringen und engagieren, und so darf auch ich ein Teil dieses bunten Gartens sein. Mein Engagement in der Pfarre ermöglicht es mir, mich kreativ für die verschiedensten Themen einzusetzen und mich in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche einzubringen. Das bedeutet Jungscharstunden zu planen, gemeinsames Musizieren, inhaltlich mit der Liebe zum Detail zu arbeiten, aber genauso auch anzupacken und größere Projekte zu stemmen.

Mit 15 Jahren hatte ich die Chance, Jugend-Pfarrgemeinderätin zu werden und mich so einzubringen. Oft war es für mich ungewohnt, meine Meinung kundzutun und mich „einzumischen“. Doch genau dieses „Mitmischen“ und Mitdenken ist wichtig, um eine gute Entwicklung der Pfarrgemeinde auf den Weg zu bringen. Mittlerweile bin ich fast schon ein „alter Hase“ und doch geht die Motivation und die Freude am Tun nicht verloren. Wir, die in der Pfarrgemeinde engagiert sind, haben das Glück und die Chance, immer wieder neue Ideen entwickeln zu können und uns kreativ auszuleben – sei es bei der Firmvorbereitung, neuen Formen des Pfarrfestes oder ganz einfach bei der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten. Ich denke, als Jugendliche bzw. junge Erwachsene haben wir die Chance, vieles zu bewegen und auch hartnäckig an unserem zukünftigen Bild von Pfarre zu bauen und uns dafür einzusetzen, diese gelebte Gemeinschaft auch andere spüren zu lassen. Wir können mit unserer Dynamik mitreißen und begeistern, wenn wir auch selbst begeisterungsfähig sind und bleiben. So soll Pfarre zu einem „Lieblingsplatz“ und „Wohlfühlort“ für viele werden.

 

Die Autorin

Lisa Funiak, 26, wohnt in der Pfarre Matzleinsdorf und arbeitet im Jungscharbüro als Fachbereichsleitung der Kath. Jungschar mit.