Das Kirche bunt Team bei der Verabschiedung von Mag. Josef Wessely, dem langjährigen Chef vom Dienst, mit Bischof DDr. Klaus Küng, mit Generalvikar Prälat Mag. Eduard Gruber, dem neuen Herausgeber von Kirche bunt und mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfriednton Leichtfried

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Brief an die Jugend - von Ines Schaberger

Foto: zVg

Warum ich am Sonntag in die Kirche gehe: Warum ich am Sonntag in die Kirche gehe? ... weil für mich der Sonntag ein besonderer Tag ist, der sich vom Rest meiner hektischen Woche unterscheidet. Hier komme ich zur Ruhe. Ich genieße die Natur, lese oder verbringe Zeit mit lieben Menschen. Da gehört die Messe einfach dazu – sie macht den Sonntag erst zum Sonntag für mich!

Außerdem liebe ich es, mit Freunden oder meiner Familie in der Kirchenbank zu sitzen, gemeinsam zu beten und zu spüren: Ich bin Teil von etwas Größerem, ich bin nicht alleine mit meinem Glauben.

Oft ist es sehr frustrierend, wenn man gefühlt die einzige Person unter 50 Jahren ist, die Kantorin schief singt oder die Predigt ur fad ist. Ich habe eben hohe Ansprüche an den Kirchenbesuch! In Wien, wo ich studiere, gehe ich daher in eine Messe, die Sonntagabends ist (damit man ausschlafen kann) und die von vielen jungen Menschen gestaltet wird. Hier fällt es mir besonders leicht, in eine Haltung des Gebetes zu kommen und die Messe zu genießen. Und die Agape im Seitenschiff der Kirche, das wie ein Hipster-Wohnzimmer eingerichtet ist, ist auch nicht zu verachten!

Aber ich weiß, dass es auf diese Äußerlichkeiten nicht ankommt. Jeder Kirchenbesuch kann zu einem Ort werden, an dem mich ein Bibelvers oder ein Lied anspricht, an dem Gott mir begegnet, an dem ich ein Stück Himmel auf Erde erlebe.

Egal, ob in Tschechien, Uganda oder Indien – ich habe schon an vielen Orten dieser Welt die Messe mitgefeiert. Und auch, wenn ich die Sprache nicht wirklich verstand, wusste ich doch genau, was wann wo wie passiert – weil der Ablauf auf der ganzen Welt mehr oder weniger gleich ist! Das hat mir schon oft ein Gefühl von Heimat geschenkt und mich getröstet – egal, wohin ich reise, Gott bleibt derselbe. Und die Messe eben auch.

 

Die Autorin

Ines Schaberger, 24, kommt aus Hafnerbach und studiert in Wien Theologie und Religionspädagogik.



„Kirche bunt“ bittet junge Menschen aus der Diözese St. Pölten, in dem „Brief an die Jugend“ zu erklären, warum sie beten, wallfahren, sich in der Kirche engagieren, beichten etc. In den Vorwochen schrieben Hemma Rerych, warum sie gerne beichtet, Nadine Koller, was für sie das Gebet bedeutet, Hannes Geirhofer, warum er immer wieder auf Wallfahrt geht und Hemma Ryrch, warum sie gerne beichtet.