Brief an die Jugend - von Fabian Ziselsberger | Kirche bunt
 

 
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Brief an die Jugend - von Fabian Ziselsberger

Foto: zVg

Warum ich Firmpate geworden bin. Ich könnte diese Frage ganz schnell damit beantworten, dass mich ein Firmkandidat gefragt hat und ich einfach, als wäre es das Normalste auf der Welt, ja gesagt habe. Das wäre aber viel zu simpel, denn es steckt für mich viel mehr dahinter, als nur diese Frage. Gefragt wurde ich – fast schon beiläufig, aber doch mit spürbarer Aufregung – beim gemeinsamen Fußballspielen im Garten des Firmlings. Zuerst war ich etwas verwundert, warum er gerade mich ausgewählt hat. Doch nach kurzem Überlegen, ob ich das überhaupt sein kann und will, habe ich mich dafür entschieden und die Frage sehr gern mit ja beantwortet.<--break->

Unser gemeinsamer Weg begann nicht erst mit der Firmvorbereitung, sondern schon über ein Jahrzehnt früher. Es war von Beginn an ein gutes Miteinander, was vermutlich auch daran liegt, dass unsere Eltern seit vielen Jahren befreundet sind. Zuletzt liegt es aber immer an den betroffenen Personen selbst, ob man sich versteht oder nicht, und das war bei uns beiden ganz klar der Fall. Was ich damit sagen will ist, dass es beim „Firmpatensein“ nicht darum geht, die tollsten und größten Geschenke machen zu können oder der Wunschkandidat der Eltern zu sein. Es ist wichtig, dass es eine gute Beziehung gibt, welche auf gegenseitiger Wertschätzung und ehrlichem Interesse füreinander beruht. Diese wird in der Patenschaft dann auch hoffentlich vertieft und gestärkt. Somit hoffe ich, dass wir auch in Zukunft weiter gemeinsam auf diesem Weg bleiben und uns gegenseitig dabei unterstützen im Glauben an Gott ein gutes Leben zu führen.

Wenn eine Patenschaft auf dieser Basis beruht, wenn man sich gegenseitig vertraut, einander versteht, auch einmal miteinander Spaß hat und gemeinsam mit Gott versuchen will, seinem Patenkind zur Seite zu stehen, dann ist das, davon bin ich überzeugt, nicht nur eine Bereicherung für den Kandidaten, sondern auch für den Paten selbst.

Der Autor

Fabian Ziselsberger ist 21 Jahre alt, stammt aus Herzogenburg und ist zurzeit Grundwehrdiener.

 

„Kirche bunt“ bittet junge Menschen aus der Diözese St. Pölten in dem „Brief an die Jugend“ zu erklären, warum sie beten, wallfahren, sich in der Kirche engagieren, beichten etc. In den Vorwochen schrieben Nadine Koller (Warum ich bete), Hannes Geirhofer (Warum ich wallfahre), Hemma Rerych (Warum ich gerne beichte) und zuletzt Ines Schaberger (Warum ich am Sonntag in die Kirche gehe).