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Brief an die Jugend - von Eva Wimmer

Riskiert etwas! Liebe Jugendliche! Ich heiße Eva Wimmer, komme aus Oberösterreich und war gerade eine Woche in Rom bei der Vorsynode zur Jugendsynode, welche im Oktober 2018 stattfinden soll. Bei dieser Vor­synode waren 300 junge Menschen aus der ganzen Welt anwesend und ich war die einzige Österreicherin.

Ich durfte in Rom viele unterschiedliche Erfahrungen machen und habe erneut gemerkt, wie gut es uns in Österreich geht. Es hat mich selbst sehr berührt, wenn man von anderen VertreterInnen erfährt, dass in ihrem Herkunftsland Christen verfolgten werden und es für diese junge Personen eine große Herausforderung war, dass sie überhaupt nach Rom kommen konnten.

Bei der Vorsynode wurde uns jungen VertreterInnen sehr schnell klar, dass wir alle ein Ziel verfolgen und zwar, dass wir junge Menschen in der Kirche mehr Platz bekommen möchten, dass wir mehr Verantwortung übernehmen wollen und dass uns zugehört werden soll. Daher schreibe ich euch auch diesen Brief! Fordert die Aufmerksamkeit der älteren Menschen ein und argumentiert eure Anliegen! Bedenkt dabei bitte, dass man eine Kirche nicht von einem Tag auf den anderen total verändern kann, aber Schritt für Schritt ist sicherlich viel möglich! Der Papst hat bei der Vorsynode gemeint, dass wir jungen Menschen uns aktiv einbringen sollen! Wir sollen uns kein Blatt vor den Mund nehmen und unsere Anliegen laut sagen. Der Papst wünscht sich von uns jungen Menschen also, dass wir etwas riskieren und dass wir uns selbst etwas zutrauen. Wir sollen uns aktiv einbringen und unsere Stimmen laut zum Ausdruck bringen. Wenn man etwas riskiert kann auch immer etwas schief gehen, aber das soll uns nicht abschrecken! Fehler gehören genauso dazu und daraus kann man auch wieder etwas lernen. Das wichtigste ist also: RISKIERT ETWAS!!

 

Die Autorin

Eva Wimmer, 21, vertrat Österreich bei der Vorsynode zur Jugendsynode im Herbst. Sie studiert in Graz Theologie und ist die ehemalige Vorsitzende der Katholischen Jugend Oberös­terreichs.