Das Kirche bunt Team bei der Verabschiedung von Mag. Josef Wessely, dem langjährigen Chef vom Dienst, mit Bischof DDr. Klaus Küng, mit Generalvikar Prälat Mag. Eduard Gruber, dem neuen Herausgeber von Kirche bunt und mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfriednton Leichtfried

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„Wer nicht brennt, zündet nicht“

Foto: zVg

Für ein Jahr ist Verena Haselmann aus der Pfarre Gföhl als Missionarin auf Zeit nach Palästina gegangen. Für Kirche bunt beschreibt die junge Frau, was sie zu ihrem Schritt bewogen hat.

Mein Name ist Verena Haselmann, ich bin 26 Jahre alt und komme aus der Pfarre Gföhl. Am 24. Juli 2017 habe ich mein Jahr als MaZ („MissionarIn auf Zeit“) der Salvatorianer  in Emmaus Qubeibeh (Palästina) gestartet.  Warum ich das mache? In den vergangenen zwei Jahren war ich im Jugendhaus Stift Göttweig tätig. Diese Zeit ließ meine Wurzeln im Glauben weiter wachsen. Der Grundstock wurde mir von meinen Eltern im landwirtschaftlichen Betrieb und in meiner Heimatpfarre Gföhl geschenkt. Die vielfältigen Tätigkeiten in der Landwirtschaft haben mir die Achtsamkeit zur Natur und zur Schöpfung noch näher gebracht. Mein Glaubensweg wurde besonders in der Pfarre sehr stark geprägt. Das rege Pfarrleben, die Menschen, Begegnungen und die Tätigkeiten in der Pfarre trugen dazu besonders bei.

Alles beginnt mit einer Sehnsucht

Immer stärker wurde in mir die Sehnsucht, dass ich außerhalb des „Gewohnten“, im pas­toralen Bereich tätig sein möchte und für den Menschen da sein möchte. Dabei ist mir die Spiritualität der Salvatorianerinnen „zugefallen“ und mir sehr ans Herz gewachsen. Jesus als das Heil für alle Menschen zu erfahren und zu verkünden und Gott zu vertrauen, ihm etwas „zu-zu-trauen“.
Eines Tages entschied ich mich dann, in „das Boot“ der „MaZler“ zu steigen und als „Missionarin auf Zeit“ der Salvatorianer und Comboni-Missionare tätig zu sein. Es ist mir besonders ein „Traum“ bei Exerzitien in Erinnerung geblieben: Die Sehnsucht, Menschen zu helfen, einfach für sie da zu sein – besonders auch in schwierigen Situationen. Sie anzunehmen wie sie sind. Hilfe anzubieten, wo man helfen kann, und dankbar anzunehmen, was ist. Hoffnung zu geben, wo sie benötigt wird. Vielleicht so auch als ein „kleines Werkzeug“ Gottes für und bei den Menschen sein zu dürfen.

Ich lasse es nun weiter gehen – nach Emmaus: Dort angekommen bin ich nun im Haus der Salvatorianerinnen, in der Betreuung von pflegebedürftigen Frauen, ein Jahr als „Missionarin auf Zeit“ (MaZ) tätig. Sr. Hildegard Enzenhofer (SDS) leitet das „Beit Emmaus“ („Haus Emmaus“). Es ist ein Pflegeheim für palästinensische Frauen christlichen und muslimischen Glaubens, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung auf Hilfe angewiesen sind. Das Heim befindet sich in Qubeibeh, einem kleinen arabischen Dorf, das zwölf Kilometer von Jerusalem entfernt liegt und wie die übrige Westbank zunehmend unter den Folgen des israelischen Mauerbaus leidet.

Als Missionarin auf Zeit arbeitet, lebt, betet man in vielfältigen pastoralen, sozialen und bildungspolitischen Projekten weltweit mit. Dieser freiwillige Einsatz wird einerseits von der Organisation „MaZ – der Salvatorianer und der Comboni-Missionare“ getragen und andererseits ist der Aufbau eines Solidaritätskreises eines jeden „MissionarIn auf Zeit“ notwendig.
Für unseren Auslandseinsatz wurden wir – zwölf hochmotivierte junge Menschen – seit Jänner 2017 in verschiedenen, zielorientierten Seminaren in Deutschland vorbereitet. Wer mitverfolgen will, wie es mir in diesem Jahr ergeht, ist eingeladen, mir auf meinem Blog  (www.cosamaz.org) zu folgen.

 

Missionar auf Zeit


> MAZ: 1982 begannen in Deutschland Ordensgemeinschaften, Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) auszusenden. Junge Erwachsene ab 18 Jahren lassen sich darauf ein, mit Ordensleuten im Ausland mitzuleben, mitzubeten, mitzuarbeiten.

> Anbieter sind verschiedene missionarische Gemeinschaften, die mit entsprechenden Missionsorden im Ausland kooperieren. Mehr Infos dazu unter: www.salvatorianer-weltweit.org/missionarIn-auf-zeit

> Unterstützung: Das Projekt „Beth Emmaus“, Palästina, wo Verena tätig ist, kann finanziell unterstützt werden. Kongregation der Salvatorianerinnen; AT29 1919 0000 0025 9648; Bankhaus Schelhammer & Schatterer Wien.