Was mich trägt - Stefan Haidinger

Foto: Hans Pflügl

Die Musik begleitet mein Leben - Stefan Haidinger, 16 Jahre, Schüler der HLW St. Pölten und Student des Konservatoriums der Diözese St. Pölten im Porträt von Mag. Hans Pflügl.

Flink gleiten seine Finger über die Tasten, wenn er die Orgel „schlägt“. Stefan Haidinger aus Neidling bei St. Pölten ist mit seinen 16 Jahren schon ein begehrter Organist. An Sonntagvormittagen ist er in Neidling, Oberwölbling oder in der St. Pöltner Maria-Lourdes-Kirche anzutreffen – mitunter auch in anderen Pfarren, wo er gerne aushilft. Der Schüler der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe St. Pölten studiert seit vier Jahren am Konservatorium für Kirchenmusik in St. Pölten. „Musik hat mich schon immer begeistert“, sagt er. Mit acht Jahren hat er mit dem Klavierunterricht begonnen. Als Minist­rant kam er dann mit der Kirchenmusik in Berührung, die ihn nicht mehr losgelassen hat. Den endgültigen Anstoß, sich auf die Orgel zu konzentrieren, gab schließlich eine Orgel-Sommerwoche in St. Pölten.
Stefan widmet der Musik viel Zeit. Neben der Schule verbringt er jede Woche noch neun Unterrichtsstunden am Konservatorium. Hinzu kommen die Übungsstunden sowie die „Praxis“ bei Gottesdiensten.

Die Register der Orgel sind Stefan sehr wichtig, „da kann man die Klangfarben kombinieren“. Neben Orgelliteratur hat es ihm die Improvisation angetan. „Ich improvisiere gern den Ein- und Auszug und spiele dann, was mir spontan einfällt. Oft halte ich mich auch an einem Choral fest und improvisiere daraus ein Vorspiel.“ Er selbst ist in der Barockmusik und Klassik „zuhause“. Er spielt gerne Werke von großen Komponisten wie Bach, Mozart, Chopin und anderen, verrät der begeis­terte Jungorganist. Auch zeitgenössische Komponisten will er in sein Repertoire aufnehmen, im Hinblick auf den Wettbewerb „prima la musica“, an dem er kommendes Jahr teilnehmen will, wo auch diese gefordert sind.

Die Musik war Stefan stets wichtig. Sie ist es, die ihm immer wieder Auftrieb und Zuversicht gibt – auch wenn es manchmal „stressig ist“, vor allem vor Auftritten oder Wettbewerben. Sein Berufswunsch steht schon fest: Musiker zu werden.
Bis dahin träumt er nicht nur davon, sondern arbeitet fest daran: „Es gibt so viele Werke, die ich noch einstudieren möchte“ – und es sind vor allem „die schwierigen Musikstücke, an denen ich in Zukunft arbeiten möchte“, sagt er. Ein ausgesprochenes Lieblings-Orgelstück hat er nicht. Doch wenn er eines benennen soll, dann wäre es das Präludium in Es-Dur von J. S. Bach.