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Was mich trägt - Heinz Kellner

Foto: Hans Pflügl

Begeistert durch das Konzil – Heinz Kellner, Pensionist, 71 Jahre, Leiter des Blindenapostolates der Diözese St. Pölten und stellvertretender Vorsitzender des Blindenapostolates Österreichs.

Er war im Radio die weithin bekannte Stimme für die Verkehrsmeldungen von „Autofahrer unterwegs“: Heinz Kellner aus St. Christophen. In der Diözese hat er hunderte Lektoren und Wortgottesdienstleiter sprech­technisch geschult. Heute ist er noch immer unermüdlich für das Blindenapostolat unterwegs. Seit seiner frühen Jugend ist Heinz Kellner St. Chris­to­phen eng verbunden und hat sich stets in der Pfarre engagiert. Zuerst als Ministrant, dann als Lektor, Kantor und Mesner. Er hat viele Aufgaben übernommen. Ehrenamtlich. Von der Planung der Got­tesdienste über die Erstellung der Liedpläne bis hin zu Arbeiten in der Kanzlei. „Es war die Aufbruchstimmung nach dem Konzil, die mich begeistert hat“, sagt er heute rückbli­ckend. Er konnte damit auch viel bewirken. 1965 hat er sogar den Kirchenchor mit aus der Taufe gehoben, hat über Jahrzehnte das Pfarrblatt gestaltet und Berichte für die Zeitungen geschrieben. Vier Perioden lang war er stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderates und hat bei den Renovierungsarbeiten mitgewirkt.


Auch in den örtlichen Vereinen war Kellner zuhause. Über seine Mitarbeit bei der Lokalzeitung hat er engen Kontakt zur Bevölkerung gefunden. Beruflich war er in der Infozentrale des ÖAMTC tätig, später in der Pressestelle des Clubs. Über 20 Jahre lang war seine Stimme den Autofahrern ein Begriff. Dieses Wissen und Können hat er viele Jahre lang auch der Diözese bei der Ausbildung von Lektoren und Wortgottesdienstleitern zur Verfügung gestellt.


Gemeinsam mit dem späteren Wiener Bürgermeis­ter Michael Häupl hat Kellner im einstigen Blindenheim Unterdambach ministriert. Diese Begegnungen mit blinden Menschen haben ihn nicht mehr losgelassen. Er hat das diözesane Blindenapostolat aufgebaut, ist heute dessen Leiter und stv. Vorsitzender des österreichischen Blindenapostolates. Sein Engagement reicht in den gesamten deutschen Sprachraum, wo er immer wieder Kurse, Einkehrtage und Sommerwochen für Blinde plant und durchführt. Derzeit bereitet er die 20. „Liturgiewerkstatt“ in Konstanz am Bodensee vor. Bekannt ist Heinz Kellner vielen auch als Organisator der jährlichen „Fahrzeugsegnung“, besser „Autofahrer-Wallfahrt“ in St. Christophen, die er über Jahrzehnte hinweg begleitet hat.

Ein Porträt von Mag. Hans Pflügl