Das Kirche bunt Team bei der Verabschiedung von Mag. Josef Wessely, dem langjährigen Chef vom Dienst, mit Bischof DDr. Klaus Küng, mit Generalvikar Prälat Mag. Eduard Gruber, dem neuen Herausgeber von Kirche bunt und mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfriednton Leichtfried

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Was mich trägt - Edith Habsburg-Lothringen

Foto: Hans Pflügl

Die Familie steht ganz oben: Edith Habsburg-Lothringen, Pensionistin, 74 Jahre, verheiratet, sechs erwachsene Kinder, 16 Enkelkinder - im Porträt von Hans Pflügl

Sie leitet ehrenamtlich die Seniorenpastoral der Diözese. Doch ihr Hauptaugenmerk gilt derzeit ihrem Gatten, der rund um die Uhr betreut werden muss. „Wie mein Mann mir immer zur Seite gestanden ist, so bin ich heu­te für ihn da.“ Für Edith Habsburg-Lothringen ist die Familie immens wichtig und bestimmend für ihr Leben. Sie selbst ist mit neun Geschwistern aufgewachsen.„Von Jugend auf hatte ich eine fast klassische kirchliche Laufbahn“, sagt sie. „Ich war in der Jung­schar, dann Jungscharführerin, in der Katholischen Jugend, in der Frauenbewegung und nun in der Seniorenpastoral.“ Und: „Seit seinen Anfängen bin ich auch im Pfarrgemeinderat.“ Damals noch in ihrer Heimat Südtirol, wo sie im Bildungshaus St. Georg in Sarns bei Brixen arbeitete. Sie hat den theologischen Fernkurs absolviert und war auch als Religionslehrerin tätig. Nach der Heirat mit ihrem Gatten zog sie nach Wallsee und 13 Jahre später nach Seitenstetten.
In Wallsee hat sie sich ebenso in der Frauenbewegung engagiert und in Seitenstetten den Anschluss an die Pfarre über die Frauenbewegung gefunden. Später war sie Dekanatsvorsitzende und im diözesanen Pastoralrat. Im Bildungshaus St. Benedikt in Seitenstetten war Edith Habsburg 20 Jahre lang als pädagogische Mitarbeiterin beschäftigt, hat Kurse geplant, Referenten eingeladen und Ausstellungen organisiert.

„Vieles, was ich begonnen habe, war so nicht geplant“, sagt Habsburg. Manchmal sei sie „nur so hineingerutscht – wie Pilatus ins Credo“. Sie war dennoch voll dabei. Das religiöse Interesse hat sie „von Jugend an“ stets begleitet. In ihrer kirchlichen Arbeit galt immer der Grundsatz: alles im Team bewältigen. Sie hat immer darauf geachtet, keine „Einzelkämpferin“ zu sein. Dies sei auch für den Glauben wichtig. Man brauche Freunde, um sich gegenseitig helfen zu können.

Vor fünf Jahren hat sie den Vorsitz in der Senio­ren­pas­toral übernommen: „Wir bieten Hilfen, Impulse und Gesprächsmöglichkeiten für Menschen in der zweiten Lebenshälfte an.“ Das Alter soll eine Zeit zum persönlichen Auftanken und Aufatmen sein, skizziert sie ihr Anliegen. Heute steht für Edith Habsburg aber die Betreuung ihres Gatten im Mittelpunkt. Darüber hinaus erfüllt sie mit Freude, das Wachsen und Werden ihrer Familie und der Enkelkinder zu erleben.