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Was mich trägt - Christina Burghofer

Umgang mit Jugend gibt mir Motivation: Christina Burghofer – 34 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, Leiterin des Jugendhauses Schacherhof in Seitenstetten – im Porträt von Hans Pflügl.

Das Jugendhaus Schacherhof bei Seitenstetten liegt in der hellen Sonne. Es ist ein ruhiger Vormittag. Doch im Inneren herrscht schon emsiges Treiben. Hausleiterin Christina Burghofer öffnet lachend die Tür. Seit zwölf Jahren arbeitet sie hier; zunächst als pädagogische Mitarbeiterin und seit drei Jahren als Leiterin. Eine Arbeit, die sie sich mit ihrem Mann Michael teilt.

Eine Freundin hat die Gamingerin vor etwa 20 Jahren zu einer Veranstaltung in den Schacherhof mitgenommen. „Das hat mir voll getaugt“, erzählt Christina. Die damalige Schülerin hat gleich Freunde gefunden und sich angenommen gefühlt. „Ich bin immer wieder hingefahren“, schildert sie. Christina hat dann die Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin absolviert und war fünf Jahre in diesem Beruf tätig. Zudem war sie Jungschar- und Jugendleiterin in Purgstall und konnte so weitere Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen machen. Doch der Schacherhof und sein Flair, seine Menschen und Freunde haben sie nicht mehr losgelassen. „Dort konnte ich über meinen Glauben reden und ihn so leben, wie ich es mir vorgestellt habe“, erläutert sie.

Als dann eine Stelle frei wurde, hat sie sich nach anfänglichem Zögern beworben. „Gerade die Arbeit und der Umgang mit Jugendlichen gibt mir viel Motivation. Vor allem, wenn sich viele noch nach Jahren daran erinnern und sich mit ihren Sorgen an mich wenden.“ Im Schacherhof versucht sie Jugendlichen zu zeigen, wie wertvoll Tage in Gemeinschaft für ihr Leben sein können. Sie selbst weiß es: Ohne die Erfahrungen in diesem Jugendhaus wäre sie nicht jene, die sie heute ist.

Es ist ihr wichtig, jungen Menschen etwas davon mitzugeben, was Jesus vorgelebt hat und Beispiel zu sein. Sie will den Jugendlichen nichts vorsetzen, sondern sie stets in Planung und Vorbereitung mit einbinden. „Das spornt an“, weiß Christina Burghofer. So gibt es im Jugendhaus eine Reihe von Angeboten, etwa das Sommerlager „It’s summertime“ oder die Os­ter­nacht, die um 22 Uhr beginnt und bis zum Morgen dauert, und das Musicalprojekt, das eine be­son­de­re Anziehungskraft auf Jugendliche ausübt. Es sind jährlich an die 2.000 Jugendliche, vornehmlich aus der Region, aber auch aus der ganzen Diözese und dem benachbarten Oberösterreich, die den Schacherhof besuchen.