Das Kirche bunt Team bei der Verabschiedung von Mag. Josef Wessely, dem langjährigen Chef vom Dienst, mit Bischof DDr. Klaus Küng, mit Generalvikar Prälat Mag. Eduard Gruber, dem neuen Herausgeber von Kirche bunt und mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfriednton Leichtfried

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Was mich trägt

Ein Haus mit offenen Türen. Margret Pöchhacker, 63 Jahre, ehemalige Pfarrhaushälterin, Dompfarre St. Pölten.

Eine offene Tür und Zeit für alle, die an die Tür klopfen. Das ist Margret Pöchhacker wichtig. Über drei Jahrzehnte lang war sie Pfarrhaushälterin. Erst in Lit­schau, dann in Gaming und seit etwa zehn Jahren in der Dompfarre St. Pölten. Dort betreut sie auch die Seniorenrunde, ist Lektorin und Kommunionspenderin, hilft dem Mesner und schaut im Pfarrheim nach dem Rechten – alles ehrenamtlich. Im Pfarrhof ist sie geblieben, weil sie den Dompfarrer weiterhin unterstützen und dem Pfarrhaushalt eine „wohnliche Atmosphäre“ geben möchte, wie sie sagt.

„Der Religionsunterricht hat mich motiviert, im Leben für die Mitmenschen da zu sein“, schildert sie ihren Weg. Als sie vom Beruf der Familienhelferinnen hörte, war sie gleich begeistert und hat die Ausbildung absolviert.
Nach sieben Jahren kam dann das Angebot, als Pfarrhaushälterin zu arbeiten. Sie hat zugesagt. „Ich wollte einen Beruf, der mir eine Lebensart nach meinen Vorstellungen ermöglicht: mit der Kirche leben, täglich die Messe besuchen, Zeit für das Gebet finden und mit Menschen zusammenkommen. Das gibt mir Halt“, sagt sie. Und sie will auch den Pfarrer bestmöglich unterstützen.

Erholung und neuen Schwung findet sie dafür jährlich beim Wandern – vor allem in den Bergen Osttirols – und bei ihrer Familie in Lunz. Margret Pöchhacker lässt es nicht dabei bewenden, nur auf das leibliche Wohl zu schauen. Gespräche und Begegnungen mit Menschen sind ihr ein besonderes Anliegen – auch wenn dabei mal das Mittagessen warten muss. In den Pfarren war sie stets in die pastorale Arbeit mit eingebunden – in Frauenrunden, bei Tischmüttern, bei den Minist­rantInnen. In Gaming auch als Mesnerin, die bei den damaligen Renovierungen „wie ein Hausmeis­ter“ agieren musste, erzählt sie. Ihre viele Arbeit hat sie dennoch nicht abgehalten, für zehn Jahre auch den Vorsitz in der Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen der Diözese und acht Jahre lang bei der österreichweiten Arbeitsgemeinschaft – mit über 2.000 Mitgliedern – zu übernehmen. Hans Pflügl