Das Kirche bunt Team bei der Verabschiedung von Mag. Josef Wessely, dem langjährigen Chef vom Dienst, mit Bischof DDr. Klaus Küng, mit Generalvikar Prälat Mag. Eduard Gruber, dem neuen Herausgeber von Kirche bunt und mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfriednton Leichtfried

Kirche bunt ABO

Banner Kirche Bunt

 
 

Miteinander beten

Foto: pressmaster – fotolia.com

Als Ehepaar miteinander zu beten – für viele Menschen ist das ungewohnt. Ein Versuch lohnt sich auf jeden Fall.

Für sich allein, als Pfarrgemeinde in der Kirche oder mit den Kindern – so beten viele. Aber als Ehepaar miteinander beten? Diese Art des Gebets ist für so manchen ungewohnt, und doch zeigt die Erfahrung vieler Ehepaare, dass sie die Partnerschaft vertieft und stärkt. Das Gebet verbindet den Menschen mit Gott und es verbindet Menschen miteinander – und besonders in der Ehe ist diese Erfahrung der Einheit immer wieder wichtig.
Ehepaare, die miteinander beten, erzählen, dass Gottes Liebe sie als Paar verbindet und sie liebesfähiger und belastbarer macht für die Anforderungen in der Familie, im Beruf, in der Gesellschaft und in der Kirche. Seine bedingungslose Liebe übersteigt jede menschliche Liebesfähigkeit. „Wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk“, schreibt Paulus in seinem Brief an die Korinther (1 Kor 13,10). Den Partner so zu sehen, wie Gott ihn sieht, kann helfen, die charakterlichen Schwä­chen des Ehepartners anzunehmen und ihm zu verzeihen. Es macht aber auch die eigenen Unzulänglichkeiten bewusst und wie sehr jeder Mensch die Vergebung Gottes und seiner Mitmenschen braucht.
Im gemeinsamen Gebet üben Ehepaare die Haltung der Dankbarkeit ein: Danke für den guten Tag, Danke für Familie und Freunde, Danke für die Arbeit! Im Danken nimmt das Paar alle Ereignisse, die erfreulichen und die schmerzlichen, aus Gottes Hand an. Die Haltung der Dankbarkeit lenkt den Blick auf das Gute im Leben und sie hilft, das im Alltag selbstverständlich Gewordene neu zu betrachten und wertzuschätzen. Gott kann für ein Ehepaar auch ein Ort der Zuflucht sein, Hilfe und Kraft bei Sorgen und Problemen. Die Ehepartner können einander die Gegenwart Gottes zusagen und so einander helfen, im Vertrauen zu wachsen.
Für manche Menschen ist es ungewohnt, laut zu beten oder über den Glauben und Gott zu sprechen. Voreinander sehr persönliche Gedanken und Gefühle zur Sprache zu bringen, dazu gehört einiges an Vertrauen und auch Zeit. Manchmal ist es erst ein Schicksalsschlag, der ein Ehepaar das gemeinsame Beten lehrt, wie Carola (49) und Franz (53) bei der Krebserkrankung ihrer Tochter: „Indem wir uns an Gott richteten, konnten wir uns gegenseitig das sagen, was uns im Innersten bewegt, ohne dass der andere gleich eine Antwort geben musste“, beschreiben sie, warum ihnen das gemeinsame Gebet durch die Krise half.
Mehr Erfahrungen von Ehepaaren mit dem gemeinsamen Gebet sind zu lesen im Internet unter www.erzbistum-koeln.de (Seelsorge + Glaube).



 

 

Ehe-Rosenkranz


Robert und Rositta Reithofer sind Referenten in der Ehevorbereitung der Erzdiözese Wien. Sie haben die Initiative „Ehe-Rosenkranz“ entwickelt, um das Gebet für die Ehe zu fördern. Der „Ehe-Rosenkranz“ kann in verschiedenen Intentionen gebetet werden: für den Ehepartner; für Brautpaare, die sich auf die Ehe vorbereiten; für Menschen in der Vorbereitung und Begleitung von Brautpaaren; für die begleitenden Priester; für Ehepaare in Schwierigkeiten; für die Bischöfe, damit sie gute Entscheidungen  für Ehevorbereitung und Ehebegleitung treffen. Folgende „Geheimnisse“ schlägt das Ehepaar Reithofer vor:

Jesus, der sich bei der Hochzeit zu Kana geoffenbart hat.

Jesus, der die Unauflöslichkeit der Ehe bekräftigt hat.

Jesus, der Vorbild für die eheliche Treue ist.

Jesus, der sich für seine Braut, die Kirche, liebend hingegeben hat.

Jesus, der die Ehe zum lebendigen Zeichen des Heiles gemacht hat.