Innovationspreis: mutig und zukunftsorientiert

Foto: Andreas Führer

Der Bereich Kinder & Jugend der Pastoralen Dienste lobte erstmals für innovative Ideen für die Kinder- und Jugendpastoral in der Diözese St. Pölten einen Innovationspreis aus. Den Zuschlag erhielt die „Pop-up-Store“-Idee vom Jupa-Team St. Pölten um Magdalena Ganster.

Die Jury rund um Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, Diözesanökonom Johann Hörndl, Gas­tronomin Michaela Schachner vom Hotel Schachner in Maria Taferl und Kirche bunt-Leiterin Sonja Planitzer hatte die Qual der Wahl: Fünf frische, junge Projekte waren für den mit 7.600 Euro ausgelobten Innovationspreis eingereicht worden – den Zuschlag erhielt Magdalena Ganster von der Jugendpas­toral (Jupa) St. Pölten für ihre „Pop-up-Store“-Idee in der Adventzeit in St. Pölten.
„Pop-up-stores“ – Geschäfte, die kurzfristig in leerstehenden Räumen aufgemacht werden – sind derzeit gerade im Modebereich „der Renner“. Mit dem kirchlichen „Pop-up-store“ wollen Mag­dalena Ganster und ihr Team in der Adventzeit einen Kontrapunkt zum vorweihnachtlichen Trubel in den Geschäften und auf den Märkten setzen und die Botschaft, worum es an Weihnachten wirklich geht, unter die – jungen – Menschen bringen. In gemütlicher Atmosphäre bei Tee, Kaffee und Keksen wird da zum Gespräch eingeladen. Darüber hinaus soll es u. a. ein wechselndes Programm und täglich erneuerte Auslagen geben, die Impulse für Weihnachten geben.

Vom Smartphone-App bis zum Synergie-Projekt

Aber auch die anderen eingereichten Projekte hatten es in sich: So präsentierte das K-Haus in Eggenburg eine Smartphone-App für alle gängigen Plattformen, die es erlaubt, pastorale Inhalte der Jugendarbeit, Veranstaltungen des K-Hauses und andere Inhalte in zeitgemäßer Form an die Zielgruppen direkt weriterzugeben.

Das Jugendhaus Schacherhof präsentierte das Projekt „Laudato Si – auf den Spuren des heiligen Franziskus“, mit dem junge Menschen aus der ganzen Diözese sich gemeinsam – per Bus und zu Fuß – auf den Weg Richtung Assisi machen und sich dabei mit der Enzyklika Laudato Si und der Umsetzung dieser in ihrem persönlichen Alltag beschäftigen.

Das Jugendhaus Stift Göttweig reichte die „Aktionstage in der Nachhaltigkeitswoche“ ein, bei der SchülerInnen Ende Mai als Umwelt- und Soulsurfer eingeladen werden, sich u. a. mit den Themen Nachhaltigkeit oder Achtsamkeit zu beschäftigen und das Flair im Jugendhaus zu erleben.

Die Jupa-Gmünd setzte auf ein Sy­ner­gie-Projekt zwischen Pfarre und Freiwilliger Feuerwehr. Dabei sollten u. a. Jugendliche, die bereits in der FF und/oder Pfarre tätig sind, andere Jugendliche ansprechen, sich auch für Gesellschaft und Gemeinwohl einzusetzen bzw. ihr Tun und Wirken gegenseitig zu reflektieren, wie z. B. durch gemeinsame Übungen/Schulungen, Planung von kirchlichen Aktivitäten der FF und anderes mehr.


„Jedes Projekt ist für sich besonders und auf seine Weise innovativ – ein Zeichen für die Dynamik der Mitarbeitenden, die mutig und zukunfts­orientiert sind“, so Ulrich Schilling, Leiter vom Bereich Kinder & Jugend, über die eingereichten Projekte. Bischofsvikar Gerhard Reitzinger hofft, dass die „Kraft des Anfangs weiter wirken und zu einer Wiederholung dieser Initiative anregen“ möge. Für ihn war es „erfrischend und bereichernd“ zu sehen, dass es immer wieder neue, geistvolle Ideen für die Gestaltung von Kirche gibt.