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Glaubensstärkende Zeit in Taizé

Foto: zVg

Zehn Tage im August waren 36 Jugendliche gemeinsam unterwegs zur Gemeinschaft von Taizé in Frankreich. Die Gruppe (Bild oben) wurde von Jugendleiter/innen der Diözese St. Pölten ge- und begleitet. Taizé lebt von den Gesängen und Gebeten, die dreimal täglich stattfinden, und von den vielen interkulturellen Begegnungen der beinahe 4.000 Jugendlichen, die sich hier im Sommer wöchentlich treffen. Vier Teilnehmer/innen berichten.

Angelika Leichtfried, 17 Jahre, Pfarre Purgstall: „Zum zweiten Mal war ich nun in Taizé und es war wie letztes Jahr ein besonderes Erlebnis. Nirgendwo anders könnte ich mir vorstellen, mich mit Hunderten von Leuten fürs Essen anzustellen und dabei auch noch Spaß zu haben! Taizé ist für mich aber vor allem ein Ort der absoluten Entspannung – die Stille während den Gebeten, das Wiederholen der Melodien und das Abschalten der Handys helfen mir dabei.“

Arshed Kareem, 24 Jahre, Eichgraben (Muslime): „Es hat mir alles so gut gefallen. Vor allem, dass so viele Jugendliche da waren. Jugendliche sind immer die Zukunft eines Landes. Wenn es Gruppen aus allen Ländern gibt, die nach Taizé fahren, glaube ich, dass sie Zuhause Freiheit und Menschlichkeit leben werden. Sie werden nicht über die Unterschiede der Menschen und ihrer Religionen nachdenken, sondern einfach versuchen, miteinander und mit Gott zu leben. Taizé ist für mich ein Ort, an dem sich Menschlichkeit, Freiheit und Liebe versammeln.“

Michaela Schuster, 21 Jahre, Pfarre Öhling: „Die erste Taizé-Reise war für mich eine sehr lehrreiche, glaubensstärkende und tiefgründige Zeit. Taizé ist für mich ein Ort der Stille und zugleich ein Ort der Gemeinschaft. Besonders begeistert hat mich jeden Tag die Bibeleinführung mit einem Bruder, da dieser Bibelstellen sehr humorvoll und der heutigen Zeit angepasst erklärt hat. Die Offenheit der Menschen hat mich beeindruckt, denn man findet schnell jemanden, mit dem man gut diskutieren kann und man auch Freundschaften schließen.“

Franz Entenfellner, 18 Jahre aus der Pfarre St. Pölten-Wagram: „Ich war bereits 2014 in Taizé, habe mich damals aber nicht auf das Spirituelle eingelassen und war mehr an „Party machen“ inte­ressiert. Diesmal bin ich schon reifer und habe das tägliche Beten genossen und es hat mir auch sehr geholfen über wichtige persönliche Dinge gründlich nachzudenken. Was bei mir sehr hängen geblieben ist, ist die Bibeldiskussionsgruppe, welche aus ca. zehn Personen besteht. Es war mega interessant, so viele Kulturen in so kurzer Zeit kennen zu lernen und die verschiedenen Ansichten zu teilen. Was man über Taizé sicher sagen kann ist: Es ist ein Ort, wo jeder Tag ein guter Tag ist.“