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Eine Herausforderung für fünf Waldviertler Pfarren

Sie werden immer mehr: die Pfarrverbände in der Diözese St. Pölten mit ihren 422 Pfarren – eine notwendige Folge der personellen Situation in der Seelsorge. Ein solcher „Zusammenschluss“ ist der Pfarrverband Grafenschlag-Waldhausen im Dekanat Zwettl mit den weiterhin selbstständigen Pfarren Brand am Loschberg, Grafenschlag, Großgöttfritz, Niedernondorf und Waldhausen mit insgesamt mehr als 3.200 Katholiken.

Errichtet wurde der Pfarrverband – damals noch „ad experimentum“, wie es im Diözesanblatt heißt – mit 1. September 2015. Zum Moderator wurde der gebürtige Pole Mag. Thomas Tomski (Jahrgang 1970) bestellt. Der Angehörige des Piaris-tenordens war drei Jahre Kaplan in Gars am Kamp und danach in der Wiener Pfarre Maria Treu, wo er sich vier Jahre als Regens des Piaristenordensseminars um den Ordensnachwuchs kümmerte.


„Ich war mir bewusst“, so der Priester, „dass ein neuer Pfarrverband für uns alle eine echte Herausforderung ist, die von uns allen, vor allem am Anfang, viel Verständnis, Geduld, Kompromisse und organisatorische Fähigkeiten fordert.“ Heute dürften viele Anfangsschwierigkeiten überwunden sein. „In besonderer Weise freue ich mich über die pastorale Aktivität in allen unseren Pfarren“, so P. Thomas. All das sei möglich „dank Eifer, Bereitschaft, Begeisterung und Engagement vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Pastoralstrukturen aufbauen, dank derer viele sowohl bereits bestehende als auch neue Projekte möglich sind“.

Bereits vieles miteinander erlebt

Als „Pfarrverband“ konnten die Mitglieder der fünf Pfarren bereits viel miteinander erleben. Zum Beispiel die Wallfahrt nach Mariazell mit 140 Personen, organisiert von der Pfarre Grafenschlag. Auch die „Lange Nacht der Kirchen“ konnte als Pfarrverband gemeinsam mit der Pfarre Brand gefeiert werden. Alle Ministranten haben sich am Ministrantentag in der Pfarre Niedernondorf getroffen. Ebenso war die Firmung mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfried für alle fünf Pfarren ein besonderes Erlebnis.
„All das geschieht in unseren Kirchen und kirchlichen Gebäuden, die durch große Bemühungen der Pfarrgemeinderäte gut erhalten sind“, so der Pfarrer. Die Pfarre Grafenschlag hat vor nicht allzu langer Zeit die Renovierung der Pfarrkirche innen und außen vollendet. Im Vorjahr hat das auch die Pfarre Niedernondorf bewältigt. Die Pfarre Brand bereitet sich darauf vor, ein neues Pfarrheim in der Nähe der Kirche zu bauen. Auch einige Kapellen in den Ortschaften wurden renoviert und gesegnet. „Dafür danke ich vor allem den vielen Menschen, die kostenlos stundenlang bei den Kirchen, Kapellen und anderen Gebäuden gearbeitet und holfen haben“, ist P. Thomas dankbar für das großartige Engagement.


Wertvolle Unterstützung erfährt der Moderator des Pfarrverbands bei seinen seelsorglichen Be-mühungen durch den „umtriebigen“ und noch recht rüstigen früheren „Ötscherpfarrer“ Roman Sinnhuber, der seinen Ruhestand in Sprögnitz (Pfarre Großgöttfritz) verbringt, und durch den Niedernondorfer Diakon Adolf Höbart.
Seit Errichtung des Pfarrverbands werden die Pfarrmitglieder in einem gemeinsamen Pfarrbrief als Kommunikationsorgan für alle fünf Pfarren über das pfarrliche Geschehen informiert. Nicht nur optisch, auch inhaltlich kann sich die gelungene Farb-Publikation sehen lassen. Be

 

Seelsorgeteam
Moderator Mag. P. Thomas Tomski SP (l.) wird unterstützt vom pensionierten „Ötscherpfarrer“ GR Roman Sinnhuber (Mitte) und Diakon Adolf Höbart aus Niedernondorf (r.). Die Pfarrkanzlei für den Pfarrverband wird geführt von Pfarrsekretärin Martina Pöll.