Das Kirche bunt Team bei der Verabschiedung von Mag. Josef Wessely, dem langjährigen Chef vom Dienst, mit Bischof DDr. Klaus Küng, mit Generalvikar Prälat Mag. Eduard Gruber, dem neuen Herausgeber von Kirche bunt und mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfriednton Leichtfried

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Brief an die Jugend - von P. Florian Ehebruster

Foto: zVg

Probier’s aus!Grüß Dich! Jetzt, wenn ich diesen Brief schreibe, komme ich gerade von einem Wochenende im Jugendhaus Schacherhof, wo ich als Geistlicher Leiter in einem tollen Team mit jungen Leuten arbeiten darf.

Warum ich so gerne Jugendseelsorger bin? Weil die Freude, die Motivation und auch die Neugier junger Leute ansteckend ist. Gemeinsam mit drei Jugendlichen bereite ich gerade eine dreiteilige Veranstaltung im Schacherhof vor: „Oh Gott, die Bibel lebt“. Wir laden zu einer Entdeckungsreise in die Welt der Bibel ein und setzen uns mit spannenden Texten auseinander.

Mich selbst lässt das auch drüber nachdenken, wie und wo mich die Heilige Schrift bisher besonders begleitet hat. Ein paar Blitzlichter:
Ich erinnere mich noch gut, als mich vor vielen Jahren unser Kaplan zu einer Bergtour mitgenommen hat. Am Gipfel angekommen hat er die Bibel aus dem Rucksack genommen und wir haben den Psalm 121 gebetet – der erzählt davon, dass Gott jeden unserer Schritte begleitet. Wo kann man sich das besser vorstellen als mitten in der Natur?

Lange bewegt hat mich als Jugendlicher bei und nach einem Aufenthalt in Taizé der Satz des heiligen Paulus aus dem 8. Kapitel im Römerbrief: Wenn ich beim Beten mal nicht weiß, wie/was ich mit Gott reden soll – ich brauch mich nicht genieren, denn der Heilige Geist hilft mir, wenn ich nicht weiter komme …

Im Noviziat, dem ersten Jahr in der Klostergemeinschaft, habe ich mir vorgenommen, die Bibel von vorn bis hinten zu lesen und das auch durchgezogen. Dabei durfte ich noch so manche tolle Stellen entdecken. Zum Beispiel die Berufung des Propheten Jeremia, der sich gar nicht so recht vorstellen konnte, Gottes Wort zu verkünden. „Ich bin doch noch zu jung!“ war seine Ausrede. Gott hat ihm gesagt: „Fürchte dich nicht – ich bin bei dir!“. Das ist doch großartig, oder? Gott ist wie ein Freund, der einem aufmunternd auf die Schulter klopft.
Ich finde es faszinierend, wie oft ich mich und mein Leben im einen oder anderen biblischen Text wieder finde. Auch in Stellen, wo ich es mir gar nicht gedacht hatte. Und noch spannender ist es, mit anderen ins Gespräch darüber zu kommen …

Probier’s auch mal aus, nimm die Heilige Schrift aus dem Bücherregal und schlag eine Stelle auf. Du wirst staunen!
Ich wünsche Dir alles Gute und viel Segen. Vielleicht begegnen wir uns ja einmal im Jugendhaus Schacherhof oder bei einer anderen Gelegenheit …
Herzliche Grüße
P. Florian