800.000 Menschen blicken am 22. Jänner nach Waidhofen an der Ybbs

Erstmals wird am 22. Jänner aus der Stadtpfarrkirche Waidhofen an der Ybbs ein Gottesdienst im Fernsehen live übertragen. Rund 800.000 Menschen werden erfahrungsgemäß im deuschsprachigen Raum die Übertrag der Sonntagsmesse auf ORF, ZDF und SRG mitverfolgen.

Pfarrer KR Mag. Herbert Döller sieht darin einen „großen Gewinn für die Pfarrgemeinde“. Allein schon durch die Vorbereitungen würden gewisse Dinge in der Liturgie wieder bewusster erlebt. Gestaltet wird der Gottesdienst als Gemeindemesse unter Mitwirkung des Kirchenchores und eines überregionalen Orchesters mit Teilen der Spatzenmesse von W. A. Mozart.

Ausgehend von den biblischen Lesungen hat Pfarrer Döller für den Got-tesdienst das Thema „Viele Farben hat das Licht“ gewählt – z. B. aus der ersten Lesung „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht...“.
„Daraus ergibt sich der Gedanke des Lichtes und die vielen Begabungen, die vielen Möglichkeiten, die Menschen haben, dieses Licht wiederzustrahlen“, so Döller. Ein anderer Gedanke befasst sich am Sonntag in der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen mit der Ökumene. „Das Licht Christi lebt in vielen Farben, in vielen Konfessionen, in vielen christlichen Bekenntnissen.“
Auf das Thema „Licht“ ist auch der Vorfilm zur Messübertragung ausgerichtet. Dabei werden Leute aus der Pfarre sprechen, wie sie ihre Farbe in die Kirche einbringen. Darunter wird auch ein Ehepaar sein, das in einer gemischten Ehe  – katholisch/evangelisch – lebt und den Gedanken der Ökumene aufgreift. Am Beginn der Messfeier nach dem Einzug kommen diese Personen von verschiedenen Seiten in die Kirche und bringen Leuchter mit verschiedenfarbigen Kerzen zum Altar.

Für Pfarrer Döller und seine Mitarbeiter stellt die Fernsehmesse eine besondere Herausforderung dar. Mit einer kleinen Gruppe war er zwei Tage zur Einschulung in Salzburg gemeinsam mit Vertretern anderer Pfarren, die heuer eine Fernsehmesse haben.  Stets freundlich schauen, in die Kamera sprechen und exakt die Zeit einhalten, waren die wichtigsten Vorgaben, die sie mit auf den Weg bekamen. 43 Minuten darf die Messfeier dauern. Übrigens: Fernsehgottesdienste wird es heuer noch aus der Pfarre Gmünd-Neustadt und aus der Basilika am Sonntagberg geben. Ernst wird es für alle Mitwirkenden schon am Samstag, 21. Jänner: Die Vorabendmesse ist gleichzeitig Generalprobe und wird bereits aufgezeichnet.
Nach dem Gottesdienst am Sonntag (Beginn 9.30 Uhr) ist ein 16-köpfiges Team aus der Pfarre bis 19 Uhr in vier Schichten für Anfragen am Telefon (07442/52544) erreichbar. F. Bertl