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Segensfeiern für unsere Senioren

Edith Habsburg-Lothringen segnet Andrea Moser

Am 1. Oktober wird der von der UNO ausgerufene Welttag der älteren Generation begangen. Aus diesem Anlass lädt die Seniorenpastoral der Diözese St. Pölten auch heuer wieder an verschiedenen Orten zu Segensfeiern für Senioren ein.

Die Segensfeiern stehen unter dem Motto „Mein Weg mit und zu Gott!“ Segnen, das bedeutet etwas Gutes wünschen. Wir Christen können einen Schritt weitergehen: Wir können nämlich das Gute, dass Gott uns zugesagt hat, anderen weitersagen. In diesem Sinne sagt die Kirche: „Jeder Getaufte ist berufen, ein Segen zu sein und selbst zu segnen.“


Das sehen auch die Senioren, die Kirche bunt zu dem Thema befragte, so. Sie empfangen nicht nur Segen, sie geben ihre Segenswünsche auch weiter. Franz Hammerer aus Wallsee sagt etwa: „Für mich ist der Segen etwas Besonderes, weil er wirksam ist. Der Segen ist wie ein Schutzmantel.“ Für ihn selber, aber auch für andere, wenn er z. B. seine Kinder oder Enkelkinder segnet. Das Segnen soll, so Franz Hammerer, eine „Dauerleistung“ sein. Es genüge nicht, einmal einen Segen zu bekommen oder zu geben. „Das muss beständig wiederholt werden“, ist der Pensionist überzeugt.
Auch für Ernst Dienstbier aus St. Pölten ist der Segen etwas „ganz Wichtiges“. „Ich komme aus einer gläubigen und praktizierenden Familie und da hat es immer schon geheißen: An Gottes Segen ist alles gelegen.“ Das mache deutlich, dass der Mensch zwar vieles im Leben planen und organisieren kann, letztlich aber komme es auf Gott an.


Willi Leimer hat mit der Seniorenrunde von der Pfarre Amstetten-St. Marien über den Segen nachgedacht: Man erbittet bei vielen Gelegenheiten und Ereignissen den Segen, so Leimer. Aber man segnet auch selber – die Kinder und Enkelkinder. Gute christliche Tradition war es früher, mit dem Weihwasser Kindern symbolisch ein Kreuz auf die Stirn zu geben oder ihnen,  beim Verlassen des Hauses, im Geiste einen Segensspruch nachzuschicken.


Für Sr. Eleonore Hintermair von den Mary Ward Schwestern im Lilienhof St. Pölten setzt das Segnen eine Begegnung voraus. Das, so Sr. Eleonore, erlebe man z. B. bei Papst Franziskus, der sich in den Menschenmassen oft ganz bewusst einzelnen Menschen zuwendet. Einander zu segnen bedeutet, so Sr. Eleonore, sich mit wohlwollenden Blicken zu begegnen – und mit Vertrauen. Segnen bedeutet eigentlich: Ich wünsch dir alles Gute, und ich wünsche dir das nicht allein – ich wünsche dir das mit Gott. Dabei erinnert Sr. Eleonore an eine Silvesterpredigt des Jesuitenpaters Alois Riedlsberger SJ, Provinzökonom und Bereichsleiter Ordensentwicklung im Kardinal König Haus in Wien, vor einigen Jahren. Der Jesuit sagte: „Weil ich dir das Beste wünsche, zähle ich nicht auf, was man so wünscht – Zufriedenheit, Gesundheit, Glück… – das alles ist ja nur ein Stück von Gottes Segen, den ich dir wünsche. Das ist noch mehr als du dir selbst erträumst.“ Sop

 

Termine

  • St. Pölten, 1. Oktober, 14 Uhr, Wallfahrts­kirche Maria Jeutendorf
  • Seitenstetten, 1. Oktober, 14 Uhr, Bildungshaus St. Benedikt
  • Amstetten, 1. Oktober, 14 Uhr, Pfarre Amstetten-St. Mariener
  • Gerolding, 1. Oktober, 14 Uhr, Pfarrkirche
  • Groß Gerungs, 1. Oktober, 14 Uhr, Pfarrkirche
  • Eggenburg, 1. Oktober, 15 Uhr, Landespflegeheim Eggenburg
  • Waidhofen/Thaya, 1. Oktober, 15 Uhr, Pfarrkirche
  • St. Veit/Gölsen, 1. Oktober, 19 Uhr, Pfarrkirche
  • Ybbs, 1. Oktober, 19 Uhr, Pfarrkirche
  • Langau, 2. Oktober, 14 Uhr, Pfarrkirche
  • Herzogenburg, 3. Oktober, 14.30 Uhr, Stiftskirche
  • Krems-St. Paul, 13. Oktober, 14 Uhr, Pfarr­kirche